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Kunst in alter Bauernscheune

Kunst in alter Bauernscheune

Wer Kunst gerne in einer ganz besonderen Atmosphäre erlebt, durfte am vergangenen Wochenende die Kunstausstellung auf dem Neanderweg in Hochdahl nicht verpassen.

(tb) Ein wahres Potpourri an Fotografien, Malereien, Metallskulpturen und weiteren schönen Dekorationsartikeln präsentierten sich in einer urigen Scheune aus dem 18. Jahrhundert. Hinter der Idee, die teils farbenfrohe Kunst mit den alten Gemäuern zu verbinden, kam Metallbaumeister Ulrich Weiß. Dieser nutzt die großzügigen Räumlichkeiten ansonsten lediglich zur Lagerung seiner Exponate. Mit ins Boot holte sich der Künstler zudem das bekannte Künstlerduo Prima Neanderthal alias Katy Schnee und Volker Rapp. "Bereits bei unserem Aufbau am Freitag konnten es ein paar interessierte Besucher kaum erwarten", freut sich die Künstlerin. Ihre Bilder hingen nicht nur an den übergroßen Wänden der Scheune, sondern "baumelten" teilweise von alten Holzbalken herab.

Verschiedene Maltechniken und die daraus entstandenen individuellen Werke der Künstlerin, begeisterten die zahlreichen Besucher. Weniger abstrakt, dafür mit nicht weniger fesselnden Motiven, überzeugte Volker Rapp mit seinen Fotografien aus aller Welt. Eine kostenlose Gedankenreise nach Bali konnten die Betrachter beispielsweise dank der übergroßen Panorama-Fotografien ferner Reisfelder bekommen. Das Künstlerduo ist auch über die Stadtgrenzen hinaus für ihre einzigartigen Installationsideen bekannt. Ob goldene Alleen oder bunte Eierwurfaktion - die Kunstpräsentationen der beiden Erkrather lassen Betrachter staunen. Um die vergangenen Ausflüge in die Welt der XXL- Kunst auch in der lokalen Scheune zum Leben zu erwecken, liefen Auszüge der vergangenen Aktionen auf einer übergroßen Leinwand. "Wir haben dadurch die Möglichkeit, Besuchern unsere Kunst zu erklären und somit ins Gespräch zu kommen", verrät Katy Schnee.

Initiator Ulrich Weiß wiederum dürfte zahlreichen Erkrathern durch seine Skulpturen in Form des Neandertalers bekannt sein. Dekorationsartikel und Blumengestecke bekamen die Besucher von Waltraud Buhr zu sehen. Der kulinarische Höhepunkt ließ sich abschließend im Ausstellungsnamen wiederfinden. Schließlich gab es auf dem zweitägigen Event auch vergängliche Kunst zum "vernaschen". Diese fanden Besucher auf dem einladenden Kuchenbuffet. Mit Fotokuchen, Muffins auf Malertabletts oder passend zur Metallkunst dem klassischen Blechkuchen durften sich die Gäste den Galeriebesuch der anderen Art versüßen. Ein Kunstbesuch für die Sinne.