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Orgel der Kirche auf der Bahnstraße wird derzeit gereinigt: Der Cantzler zu Gast in der evangelischen Kirche

Orgel der Kirche auf der Bahnstraße wird derzeit gereinigt : Der Cantzler zu Gast in der evangelischen Kirche

Nach dem Starkregenereignis im Sommer 2021 wurde auch die Evangelische Kirche auf der Bahnstraße in Mitleidenschaft gezogen. Nach einem schlimmen Wasserschaden in der Decke des Gotteshauses (wir berichteten), welcher mittlerweile durch das große Engagement des neuen Kirchenbaumeisters, Gerrit Mallock, der Erkrather Firma HalitiBau und durch den Dachdeckerbetrieb Grau in Ordnung gebracht werden konnte, ist nun die Orgel an der Reihe.

Nachdem sich durch den Wasserschaden in der Decke der Kirche ein Teil jener unmittelbar über der Orgel gelöst hatte, müssen nun der Baustaub und andere Verschmutzungen am Instrument beseitigt werden. Seit zwei Wochen ist deshalb Uwe Cantzler der Firma Weyland aus Leverkusen-Hitdorf mit seinem Team am Werk. Jede, der rund 1400 Pfeifen müssen ausgebaut und per Hand gereinigt werden. Dabei werden auch andere Reparaturarbeiten an der Elektrik und den Motoren durchgeführt.

„Die Orgel ist erstaunlich gut in Schuss und die Verschmutzung hält sich in Grenzen“, sagt uns Uwe Cantzler bei unserem Besuch in der Kirche. Er habe schon andere Orgel gesehen, die stark verschimmelt waren. „Das ist hier nicht der Fall.“ Mittels Pinsel, Flaschenreiniger, Druckluft und Wasser mit einem Schuss Spiritus werden die Orgelpfeifen auf Hochglanz poliert. Insgesamt wird das Team rund vier Wochen benötigten, inklusive anschließender Intonierung der einzelnen Register.

Seit 1979, mit Beginn seiner Lehre als Orgel - und Harmoniumbauer, ist Uwe Cantzler für die Firma Weyland tätig und führt seit 2000 die Geschicke des Unternehmens. „Orgelbau ist heute weniger unser Aufgabengebiet, sondern vielmehr die Reparatur- und Reinigungsarbeiten“, sagt er uns. Absolute Highlights während seiner über 40-jährigen Tätigkeit in diesem Beruf ist der Bau der großen Orgel in der Kölner St. Andreas Kirche mit 42 Registern. „Eine der schönsten Orgeln für mich.“ Ein weiterer spannender Einsatz waren die Arbeiten an der Organola im Haus Oetker in Krefeld-Bockum.

Der Empfang in der evangelischen Kirche in Erkrath war sehr herzlich - inklusive Kekse - und dank Küster Daniel Ellsiepen perfekt organisiert. „Dadurch, dass die Orgel im Moment nicht gespielt wird, können wir unsere Reinigungsarbeiten in einem Stück durchführen und haben auf der Empore ausreichend Platz, um die Pfeifen auszubauen.“

Pfarrerin Gisela Kuhn, Kantorin Tanja Kisilev und natürlich Uwe Cantzler sind auf das Ergebnis gespannt. Wenn alles weiterhin nach Plan läuft, soll die Orgel Anfang April wieder in der Kirche erklingen.

(nic)