Aus der Landeshauptstadt EM-Fan-Zonen: Treffpunkte für die Welt

Kreis · Noch drei Wochen, dann ist Fußball-Europameisterschaft. Und die Ausrichterstadt Düsseldorf hat geflaggt. „Das Turnier wird jetzt immer greif- und sichtbarer“, freut sich deren Oberbürgermeister Stephan Keller. „Die EM-Fahnen am Rheinufer wehen und den Geist dieses großen Sportereignisses nimmt man auch zunehmend in der Stadt wahr.“ Zu Epizentren dieses Spirits sollen die drei EM-Fan-Zonen werden.

Düsseldorfer OB Stephan Keller neben EM-Maskottchen Albärt mit Kim Dorn ( Fan-Zonen-Betreiber D.LIVE), Projektleiter Thomas Neuhäuser, Cornelia Walter (Schauspielhaus) und Michael Brill (CEO D.LIVE, v. l.) in der Fan-Zone am Gustaf-Gründgens-Platz.  Foto: Stadt/ David Young

Düsseldorfer OB Stephan Keller neben EM-Maskottchen Albärt mit Kim Dorn ( Fan-Zonen-Betreiber D.LIVE), Projektleiter Thomas Neuhäuser, Cornelia Walter (Schauspielhaus) und Michael Brill (CEO D.LIVE, v. l.) in der Fan-Zone am Gustaf-Gründgens-Platz. Foto: Stadt/ David Young

Foto: Stadt Düsseldorf/David Young

Ab Turnierbeginn am 14. Juni soll auf drei Arealen im Stadtherzen das Augenmerk über einen guten Monat lang auf Fußball, Musik und Kultur liegen. Burgplatz, Kasematten-Rheinufer und Schauspielhaus verwandeln sich, so bezeichnen es die Protagonisten, in Treffpunkte für Einheimische sowie Fans aus aller Welt.

Auf dem Podium am Gustaf-Gründgen-Platz, wo das EM-Feier-Areal bereits steht, schaut man sich zwischenzeitlich an, als könne man sein Glück noch immer nicht fassen. „2017 haben wir uns für die Bewerbung für diese Titelkämpfe entschlossen“, resümiert Keller, „2019 diese Projektgruppe gebildet - und jetzt geht es fast schon los.“

Die dreigliedrige Zonenaufteilung in Düsseldorf ist bei den berüchtigten Regulierungs-Vorgaben der UEFA dabei durchaus bemerkenswert: Der europäische Fußballverband hatte den Ausrichterstädten die Vorgabe mitgegeben, eine Fanzone mit einem Fassungsvermögen von 20.000 Menschen einzurichten. „Das wäre bei uns nur im Rheinpark gegangen“, sagt Kim Dorn von Fan-Zonen-Betreiber D. Live, „doch wir konnten mit unserem Konzept überzeugen.“ Rund 5000 Menschen fänden am Burgplatz Raum, 2000 am Schauspielhaus und etwa 8000 am Rheinufer. Da fehlt zur Vorgabe doch etwas, „aber wir punkten hier eben mit visuell starken Stadteindrücken und nicht mit Kapazitäten“, lächelt Dorn.

Die Fan-Zone Burgplatz öffnet täglich ab 12 Uhr ihre Pforten und bietet ein Programm mit TV-, Live-Spielübertragungen sowie Auftritten renommierter Musik-Acts und lokalen Künstlern (siehe Kasten). Darüber hinaus soll hier ein umfangreiches Fußballprogramm angeboten werden, so etwa das „EURO 2024 Festival eFußball Masters“, bei dem lokale E-Sport-Teams die Chance erhalten, sich in einem spannenden 11 gegen 11-Format zu beweisen.

Das Schauspielhaus, der Fan-Treff ist im übrigen mit Original-Sitzschalen aus der Düsseldorfer Arena ausgestattet, verbindet Fußball mit einem umfangreichen Kulturprogramm, das unter anderem das Theaterstück „Glaube, Liebe, Fußball“ umfasst, dass in dieser Woche bereits Premiere feierte. Zusätzlich gibt es an bis zu acht Vormittagen ein spezielles Kinder- und Schulklassenprogramm sowie an verschiedenen Nachmittagen ein kulturell-sportliches Angebot mit Sing- und Tanzprojekten, Fangesang, XXL-Kicker, Dart-Fußball und Hip-Hop mit Ball. Cornelia Walter, Künstlerische Leiterin am Theater, unterstreicht die Wahl des Fanzonengebiets am Gustaf-Gründgens-Platz dabei nachdrücklich: „Es ist schon bemerkenswert, wie viele sich hier am Schauspielhaus für Fußball interessierten.“

Am Rheinufer schließlich können Fußball-Fans „vor außergewöhnlichen Kulisse“ (EURO-Projekt-Leiter Thomas Neuhäuser) beim Public Viewing die Spiele der deutschen Nationalmannschaft sowie die in Düsseldorf stattfindenden Matches live verfolgen. „Dieses Ereignis ist die absolute Königsklasse der Veranstaltungen“, so Neuhäuser im CL-Modus. „Da wollen wir tolle Bilder unserer Stadt nach außen strahlen lassen.“

(SP)
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