Erkrath im Vergleich

Erkrath im Vergleich

Innerhalb des Kreises grenzen Haan, Hilden und Mettmann an Erkrath. Wie gut steht Erkrath eigentlich im direkten Vergleich mit diesen Städten da?

(RG) Im letzten Mittelstädteranking der IHK (2015), in dem Städte in den Kategorien Verkehr, Kommunale Finanzen, Wirtschaft, Kaufkraft und Einzelhandel sowie Bevölkerung bewertet werden, führte Hilden in der Gesamtwertung mit Blick auf unseren kleinen Nachbarschaftsvergleich mit dem Rang 7 von 181 bewerteten Städten. Haan folgte auf Rang 11 und immerhin auf 13, während Mettmann weit abgeschlagen nur den 72. Rang belegen konnte. In den Einzelkategorien zeigt sich noch einmal ein differenziertes Bild. Beim Verkehr schafft Erkrath Rang 3 von 181. Haan schaffte es auf Rang 20, Hilden auf 21 und Mettmann wieder abgeschlagen nur auf Rang 46. Bei den kommunalen Finanzen sah es schon 2015 im Vergleich nicht gut aus. Am schlimmsten traf es Mettmann mit Rang 80. Erkrath lag auf Rang 50, Haan immerhin schon auf Rang 15 und am besten war es um die Finanzen der Stadt Hilden bestellt, die Rang 8 belegen konnte.

In der Kategorie Wirtschaft sah es noch schlechter aus. Von den vier Nachbarstädten lag Erkrath mit Rang 152 am weitesten hinten. Mettmann schaffte es auf Rang 142, Haan auf 131 und Hilden hatte mit Rang 89 die Nase vorn. Auch in der Kategorie Kaufkraft und Einzelhandel war kein vorderer Rang zu belegen. Erkrath lag auf Rang 114, Mettmann auf Rang 73, Haan schaffte es bis nach weiter vorn auf den 14. Rang und Hilden zeigte mit Rang 5, wie attraktiv die Stadt zum Einkaufen ist. Bleibt die Kategorie Bevölkerung, bei der das bisheriges Bevölkerungswachstum, künftiges Arbeitskräftepotenzial und die Bevölkerungsprognose in die Bewertung einfließen. Am schlechtesten schnitt Haan mit Rang 114 ab. Erkrath schaffte es auf Rang 105, während Mettmann mit Rang 90 vor Hilden mit Rang 91 lag.

Etwas mehr als drei Jahre sind seit diesem Ranking vergangen. Welche Vergleiche lassen sich aktuell anstellen? Schaut man sich auf den Seiten der IHK den Städtevergleich bei Industrie- und Gewerbeflächen an, steht Erkrath nicht gut da. Insgesamt kann Erkrath noch 51.000 Quadratmeter anbieten. In Haan sind es 124.000, in Hilden 176.500 und in Mettmann sogar 190.000 Quadratmeter, von denen allerdings 150.000 Quadratmeter erst langfristig zur Verfügung stehen. Wenn Erkrath im Ranking der Mittelstädte hier besser abschneiden soll und für gewerbesteuerstarke Unternehmen attraktiv sein soll, besteht hier dringender Handlungsbedarf.

Bei der Gewerbesteuer ist Mettmann mit einem Hebesatz von 435 die teuerste Stadt, Haan und Erkrath liegen mit 421 und 420 im Mittelfeld und Hilden hat mit 400 den niedrigsten Satz. Die höchste Gewerbesteuer im Kreis erhebt Heiligenhaus mit 475, die niedrigste Monheim mit 260. Anders sieht es bei der Grundsteuer B aus. Hier führt Erkrath mit einem Hebesatz von 520 das Ranking der Nachbarschaftsstädte klar als "teuerste Kommune" an. Mettmann und Hilden folgen mit einem Hebesatz von 480 und Haan lockt mit dem vergleichsweise günstigen Hebesatz von 421. Kreisweit haben nur drei Städte einen noch höheren Hebesatz bei der Grundsteuer B, als Erkrath. Das sind Velbert und Wülfrath mit je 550 und Heiligenhaus mit einem Spitzensatz von 680. Den niedrigsten Hebesatz hat Langenfeld mit 380.

Erstmals hat die IHK auch die Passantenfrequenz in den kreisangehörigen Städten gezählt und es wird niemanden verwundern, dass Hilden die frequenzstärkste Stadt im Kreis ist. In Erkrath fanden die Zählungen am Hochdahler Markt und in der Bahnstraße statt. Abgesehen von den unschlagbaren Frequenzen in Hilden, lag Erkrath hier noch weit hinter Haan und Mettmann. Auf hier besteht noch viel Handlungsbedarf, um im Wettbewerb zu den Nachbarn zu bestehen. Die Passentenfrequenzzählung steht auf der Homepage der IHK zum Download bereit.