Wer die Psalmen der Bibel liest, findet überraschende Texte. An Tagen voller Freude und Dankbarkeit wendet sich der Psalmist an Gott: „Jauchzend will ich dich auf der Harfe loben, Gott, mein Gott“ (Psalm 43). Aber auch in rasender Wut und voll maßloser Rachsucht schreit er zu Gott: „O Gott, zerbrich ihnen die Zähne im Mund! Zerschlage, Herr, das Gebiss der Löwen!“ (Psalm 58) Es gibt Texte, die aus großer Enttäuschung geschrieben sind: „Mein Gott, ich rufe bei Tag, doch du gibst keine Antwort; ich rufe bei Nacht und finde doch keine Ruhe“ (Psalm 22). Andere sind Zeichen grenzenlosen Vertrauens: „Muss ich auch wandern in finsterer Schlucht, ich fürchte kein Unheil, denn du bist bei mir“ (Psalm 23). In den Psalmen grübelt der Mensch: „Hat Gott seine Gnade vergessen?“ (Psalm 77) oder er bestürmt Gott: „Wach auf! Warum schläfst du, Herr?“ (Psalm 44)
Der Bibeltag beginnt um 9 Uhr, Ende um 17 Uhr. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Eingeladen sind nicht nur Christen, sondern alle Interessierten. Auskunft gibt es bei Pfarrer Ludwin Seiwert unter Telefon 02104/8172460, E-Mail ludwin.seiwert@erzbistum-koeln.de