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Service-Telefon ist eingerichtet: Vier Corona-Verdachtsfälle im Kreis Mettmann

Service-Telefon ist eingerichtet : Vier Corona-Verdachtsfälle im Kreis Mettmann

Der Kreis Mettmann hat vier erste Corona-Verdachtsfälle. Im ersten Fall handelt es sich um eine junge Frau aus Erkrath, die klinische Symptome aufweist und über eine Veranstaltung in Düsseldorf Kontakt zu einer im Kreis Heinsberg bereits positiv getesteten Person hatte. Zurzeit steht die Frau mit ihrer Familie (Ehemann, zwei Kinder) zu Hause unter Beobachtung.

Beim zweiten Fall handelt es sich ebenfalls um eine junge Frau, die aus Mailand kommend ihre Familie in Erkrath besucht. Auch sie zeigt klinische Symptome und steht zusammen mit ihrer Familie unter häuslicher Beobachtung.

Beim dritten Fall handelt es sich um eine Urlaubsrückkehrerin aus der Lombardei, die ebenfalls mit ihrer Familie (Mann und Kind) in Langenfeld in der häuslichen Umgebung überwacht wird.

Am Dienstagabend wurde dem Krienstab des Kreises ein vierter Corona-Verdachtsfall im Kreis Mettmann gemeldet. Es handelt sich um ein Elternteil einer Familie in Haan, deren zwei Kinder die Gemeinschaftsgrundschule Gruiten und die Kita Hasenhaus (Dinkelweg) besuchen.

Auf Empfehlung des Kreisgesundheitsamtes wird die Stadt Haan sowohl die Grundschule als auch die Kita am heutigen Mittwoch vorsorglich zunächst für einen Tag schließen. Noch ist der Krankheitsverdacht nicht bestätigt. Mit einem Ergebnis der Abstrichuntersuchung wird ebenfalls heute gerechnet.

In allen vier Fällen ist der Verdacht noch nicht bestätigt. Die Ergebnisse der Abstrichuntersuchungen stehen noch aus.

"Der Krisenstab des Kreises tagt aktuell regelmäßig. Für Fragen von Bürgern werden wir ein Service-Telefon betreiben", kündigt Landrat Thomas Hendele an und ergänzt: "Damit entlasten wir zugleich die niedergelassene Ärzteschaft, aber auch die Leitstellen von Polizei und Feuerwehr."

Das Service-Telefon wird zwei Aufgaben übernehmen: Zum einen dient das Service-Telefon dazu, allgemeine Fragen aus der Bevölkerung entgegen zu nehmen. Zum anderen soll das Service-Telefon als Clearingstelle für Bürger dienen, die glauben, eventuell infiziert zu sein. Mittels Abfrage der vom Robert-Koch-Institut definierten Kriterien (Symptome, Aufenthalt in einem Risikogebiet, Kontakt zu einer nachgewiesen infizierten Person) ermitteln die Mitarbeiter des Service-Telefons, ob ein klärungsbedürftiger Verdachtsfall anzunehmen ist und die Person einer weiterführenden Diagnose zugeführt werden sollte.

Die Vorbereitungen zur Schaffung einer zentralen Anlaufstelle laufen derzeit noch und sind nicht zuletzt von der Mitwirkung der kassenärztlichen Vereinigung abhängig. Bis zur Einrichtung einer solchen Anlaufstelle werden mögliche Verdachtsfälle vom Service-Telefon an das Gesundheitsamt vermittelt. Dort wird dann mit den Betroffenen das weitere Vorgehen geklärt.

Das Service-Telefon ist unter der Nummer 02104/993535 täglich von 8 bis 20 Uhr erreichbar. Die Servicezeiten für das Wochenende werden kurzfristig bekanntgegeben.