Intervention in der Sonderausstellung „2 Millionen Jahre Migration“ „ANDERS.“ im Neanderthal Museum – Schülerarbeiten zu Vielfalt und Differenz

Kreis · Wie nehmen junge Menschen Vielfalt wahr? Als Inspiration, Irritation, Herausforderung oder als etwas ganz Selbstverständliches? Antworten auf diese Fragen geben Schülerinnen und Schüler aus Nordrhein-Westfalen in kreativen Arbeiten, die ab sofort im Neanderthal Museum präsentiert werden.

Foto: Kreis Mettmann

Die Werke sind im Rahmen des elften Bildungspartnerkongresses „Es geht auch anders. – Umgang mit Differenz als Thema außerschulischen Lernens“ entstanden, der am 12. November 2025 im Haus der Technik in Essen stattfand. Veranstaltet wurde der Kongress von Bildungspartner NRW.

Im Zuge des Wettbewerbs „ANDERS.“ waren schulische Lerngruppen eingeladen, künstlerische und mediale Perspektiven auf Vielfalt und Differenz einzureichen. Über 400 Beiträge gingen ein und zeigten eindrucksvoll, wie facettenreich junge Menschen das „Andere“ deuten und reflektieren. Eine Fachjury wählte zehn Gruppen aus, die ihre Arbeiten im Rahmen einer Ausstellung beim Bildungspartnerkongress präsentierten. Die ausgewählten Beiträge werden nun im Neanderthal Museum im ersten Raum der Sonderausstellung „2 Millionen Jahre Migration“ präsentiert. Gleich zu Beginn des Rundgangs setzen sie einen aktuellen Akzent zum Thema Vielfalt.

Um möglichst vielen Schulen Sichtbarkeit zu geben, werden die Arbeiten zeitlich gestaffelt in mehreren Gruppen gezeigt. Der Wechsel der Exponate erfolgt jeweils zum Monatswechsel.

In der ersten Staffel vom 1. März bis zum 31. März sind Werke der Lessingschule Hamm, der Gesamtschule an der Erft in Neuss und der Bischöflichen Maria-Montessori-Gesamtschule (BMMG) in Krefeld zu sehen. Danach folgen in der zweiten Staffel vom 1. April bis zum 30. April Exponate vom Gymnasium Adolfinum Moers, FÖ Martin-Bartels-Schule in Dortmund, RS1 – Realschule im Kreuzviertel in Münster und FÖ LWL-Schule am Leithenhaus in Bochum. Vom 1. Mai bis zum 31. Mai sind die Schule an der Sieg in Eitorf, das Gymnasium Thomaeum in Kempen und das Max-Born-Berufskolleg, in Recklinghausen dabei.

Mit der Präsentation der Schülerarbeiten schlägt das Neanderthal Museum eine Brücke zwischen historischer Perspektive und aktueller gesellschaftlicher Debatte. Die kreativen Beiträge junger Menschen zeigen eindrucksvoll, dass der Umgang mit Differenz nicht nur eine Herausforderung, sondern auch eine Chance für Austausch, Verständnis und gemeinsames Lernen ist.