Tierheim Hilden braucht Hilfe Spenden werden mehr denn je gebraucht

Erkrath/Hilden · Fast zwei Jahre lang konnte das Tierheim Hilden, dass unter anderem auch für Erkrath zuständig ist, keine Oster-, Sommer- oder Weihnachtsfeste ausrichten. Auch auf den beliebten Büchermärkten war der Tier- und Naturschutzverein Hilden mit keinem Stand seit Beginn der Pandemie vertreten. Dabei wird hier das meiste Geld in Form von Spenden generiert, um den Betrieb am Laufen zu halten.

 Michaela Hoppe (1. Vorsitzende des Tier- und Naturschutzverein Hilden e.V.) zusammen mit Rolex, der aktuell noch ein neues Zuhause sucht.

Michaela Hoppe (1. Vorsitzende des Tier- und Naturschutzverein Hilden e.V.) zusammen mit Rolex, der aktuell noch ein neues Zuhause sucht.

Foto: nic

So fehlen, und das bereits zum zweiten Mal in Folge, rund 20.000 Euro an Einnahmen pro Jahr. Der Tier- und Naturschutzverein Hilden e.V. ist ein privat finanzierter Verein, welcher das Tierheim betreibt und leitet. „Von unseren Vertragsstädten erhalten wir einen Festbetrag und nehmen dafür Fundtiere der Gemeinden auf“ sagt Michaela Hoppe, erste Vorsitzendes des Vereins.  „Wir erhalten keine Tagespauschale für jedes aufgenommene Tier. Es ist hier also völlig unerheblich, ob wir drei oder 100 Tiere aufnehmen würden. Leider steigen die Zahlen, besonders der Fundtiere, Jahr für Jahr.“ Ohne Spenden läuft deshalb nichts im Tierheim Hilden. „Helfen kann man uns, in dem man beispielsweise Mitglied in unserem Verein wird oder aber uns mit Geld- oder Sachspenden unterstützt.“

Der Tier- und Naturschutzverein Hilden ist bereit 120 Jahre alt. Das Tierheim in Hilden wurde vor 62 Jahren von Meta Kappel gegründet und aufgebaut. Zwischen 100 und 120 Tiere - Hunde, Katzen und viele Kleintiere - warten darauf ein neues Zuhause zu finden. Betreut und gepflegt werden sie von vier Vollzeit- und fünf Teilzeitkräften. Zahlreiche ehrenamtliche Helfer packen ebenfalls mit an. Durch die Coronapandemie ist leider auch der illegale Welpenhandel gestiegen und mit ihm auch das Tierleid. Diese Hunde sind meist nicht geimpft und krank. Wenn sie nach Deutschland kommen, müssen sie zunächst drei Wochen lang in Quarantäne, tierärztlich durchgecheckt und versorgt werden. Diese Zeit sitzen die kleinen Hundekinder im Tierheim ab und in der Regel kommen auf den Halter dann Kosten von bis zu 1000 Euro für Tierarzt und Unterbringung zu. „Nicht jeder neue Hundebesitzer ist gewillt diese Kosten zu tragen und so stranden unzählige Welpen im Tierheim, weil sie nicht mehr abgeholt werden. „Zwei Drittel der Welpen erleiden solch’ ein Schicksal und werden dann von uns vermittelt. Die Kosten trägt in solch’ einem Fall das zuständige Veterinärsamt - wobei jedoch das Tierheim in Vorkasse geht.“ Der gesamte Vorstand des Vereins arbeitet ehrenamtlich. Die benötigten Spenden werden unter anderem für die Gehälter der Mitarbeiter, Tierarztkosten, Kosten für Futter und Kosten für Tierzubehör wie Leinen, Geschirre, Näpfe, Spielzeug benötigt.

„Auch müssen Gebäude und Infrastruktur  instandgehalten und den Gegebenheiten angepasst werden. In den letzten Jahren haben wir etliche Projekte durchgeführt, die unseren Schützlingen und auch den Mitarbeitern zu Gute kamen.“ Wer das Tierheim unterstützen und mehr erfahren möchte, klickt einfach auf die Homepage www.tierheim-hilden-ev.de.

(nic)
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