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Parodontitis: Früh erkannt, Gefahr gebannt

Parodontitis: Früh erkannt, Gefahr gebannt
Wer kennt nicht noch den alten Fernsehwerbespruch „Damit Sie auch morgen noch kraftvoll zubeißen können“? FOTO: BananaStock Ltd/akz-o
(akz-o)  Rund 20 Millionen Deutsche, so schätzen Experten, leiden an einer Entzündung des Zahnhalteapparates, der so genannten Parodontitis. Bei vielen Betroffenen bleibt die Parodontitis lange unbemerkt – doch das kann ernste Folgen haben.

Der Verlust von Zähnen ist nur eine davon, denn die Bakterien im Mund können im ganzen Körper Schaden anrichten. Professor Dr. med. Dr. med. dent. Søren Jepsen vom Universitätsklinikum Bonn erklärt, wie Sie der Erkrankung vorbeugen können. Der Parodontitis geht häufig eine Zahnfleischentzündung (Gingivitis) voraus, die durch Bakterien im Zahnbelag ausgelöst wird. "Die Gingivitis ist in diesem Fall ein Schutzmechanismus", erklärt Professor Jepsen. Die Entzündung soll die Erreger daran hindern, zwischen Zahnoberfläche und Zahnfleisch in das Bindegewebe und in die Knochen einzudringen. "Werden die bakteriellen Beläge entfernt, klingt die Gingivitis nach wenigen Tagen ab. Doch kommt die Hilfe zu spät, kann die Entzündung auf den gesamten Zahnhalteapparat übergreifen."

Erste Anzeichen für eine Parodontitis sind ein gerötetes oder blutendes Zahnfleisch. "Sie treten zum Beispiel beim Verzehr harter Speisen oder beim Zähneputzen auf" so Professor Jepsen. Bei diesen Symptomen sollten Betroffene unverzüglich ihren Zahnarzt aufsuchen. "Eine Parodontitis kann erfolgreich behandelt werden, besonders dann, wenn sie frühzeitig entdeckt wird", betont der Experte. Bleibt die Parodontitis jedoch unbehandelt, kommt es zu einer fortschreitenden Zerstörung des Zahnhalteapparates (Fasern und Kochen). Die Zähne verlieren ihren Halt und drohen auszufallen.

Nicht nur das: "Die Entzündung kann negative Auswirkungen auf die Allgemeingesundheit haben", sagt Professor Jepsen. So ist es zum Beispiel möglich, dass Bakterien in die Blutbahn gelangen und das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinfarkt oder Schlaganfall erhöhen. Zudem besteht die Gefahr, dass sie den Verlauf einer Diabeteserkrankung negativ beeinflussen. Mit einer gewissenhaften Mundhygiene lässt sich einer Parodontitis gut vorbeugen. "Wichtig ist, beim täglichen Zähneputzen die Zahnzwischenräume mit Interdentalbürsten zu reinigen. Außerdem: Gehen Sie regelmäßig zur Vorsorgeuntersuchung bei Ihrem Zahnarzt – auch wenn Sie keine Beschwerden haben – und fordern Sie ihn auf, sich auch Ihr Zahnfleisch genau anzusehen. Der Fachmann erkennt krankhafte Veränderungen des Zahnfleisches schon im Anfangsstadium.

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