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Radeln gegen den Strom

Radeln gegen den Strom
Manfred Bunte setzt sich dafür ein, dass der Radweg entlang der Bahnstraße in beide Richtungen legal genutzt werden kann. FOTO: nic
Alt-Erkrath. Der Radweg parallel zur Schlüter- beziehungsweise Bahnstraße verläuft erhöht auf einem rund fünf Meter breiten Bürgersteig. Offiziell darf er nur in eine Richtung - nämlich in Richtung Bahnhof - befahren werden. Die Praxis sieht aber anders aus.

(nic) "Viele Radfahrer nutzen den Radweg auch in Gegenrichtung - also Richtung Fußgängerzone - und riskieren damit ein Knöllchen", sagt Manfred Bunte. Der Erkrather ist selber regelmäßig mit dem Fahrrad unterwegs und beobachtet die Situation vor Ort sehr genau. "Ich plädiere dafür, den Radweg als so genannten Zweirichtungs-Radweg zu legalisieren. Zumal er scheinbar unter Bürgermeister Arno Werner als solcher wohl gedacht war. Anders macht für mich der bis heute noch sichtbare Fahrradweg-Streifen am Bahnhof keinen anderen Sinn." Auch Bürgermeister Christoph Schultz wurde von Manfred Bunte auf die Problematik hingewiesen. Eine Ortsbesichtigung von Vertretern der Stadt, des Kreises und der Kreispolizei hat allerdings zu keinen neuen Ergebnissen geführt.

"Die aktuelle Praxis den Radweg von beiden Seiten zu befahren ist brandgefährlich", so Bürgermeister Schultz. Vor allem die Stelle an der die Bismarckstraße auf die Bahnstraße stößt birgt eine große Gefahr, denn die Autofahrer, die von der Bismarckstraße kommen, haben eine schlechte Einsicht auf den Radweg. "Deshalb sollte die weiße Haltelinie vorverlegt werden und zwar nahe des Stopp-Schildes", so Bunte.

"Die kürzlich aufgestellten Schilder "Vorsicht Radfahrer kreuzen von links und rechts" sollten in diesem Zuge umgehängt werden und zwar direkt unter das Stopp-Schild an der Bismarckstraße." Die Kreispolizei hat indes die Stadt darum gebeten, ein Gutachten erstellen zu lassen, wie für die Zukunft eine verkehrstechnisch sichere Lösung aussehen könnte. Für Manfred Bunte kann diese nur so aussehen, dass der Radweg legal in beide Richtungen befahren werden darf und entsprechend für Rad- und Autofahrer gekennzeichnet wird. "Der Radweg sollte wenigstens ab Bahnhofsvorplatz bis zum Kreisverkehr an der Schlüterstraße in Höhe des Supermarktes verlaufen", so Bunte. "Die oftmals gängige Meinung, dass Radfahrer auf der Straße sicherer seien als auf einem Radweg, mag irgendwo zutreffen, hier aber auf gar keinen Fall."

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