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Abschlussmeldung der Feuerwehr zum Unwetter über dem Stadtgebiet Erkrath
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Unwetter über Erkrath
Unwetter über Erkrath FOTO: Feuerwehr Erkrath
Erkrath. Aufgrund des Unwetters mit starken Regenfällen die gestern gegen 16.45 Uhr über Erkrath einsetzten, kam es ab 16.52 Uhr zu einem vermehrten Einsatzaufkommen für die Feuerwehr Erkrath.

Insgesamt mussten 42 Einsatzstellen abgearbeitet werden. Zur Einsatzabwicklung wurden alle drei Löschzüge der Freiwilligen Feuerwehr Erkrath und die hauptamtliche Wache mit insgesamt 80 Einsatzkräften und 17 Einsatzfahrzeugen eingesetzt. In der Einsatzzentrale der Feuerwehr Erkrath wurde eine Feuerwehreinsatzleitung etabliert, die die Bewältigung der Einsätze koordinierte.

Nachdem sich die ersten Einsätze auf den Ortsteil Hochdahl beschränkten, zeichnete sich schon bald der Einsatzschwerpunkt im Stadtteil Alt-Erkrath ab. Hier stieg der Hubbelrather Bach an der Straße "Gink" soweit über die Ufer, dass die anliegenden Häuser gefährdet waren. Um hier gegen den stetig steigenden Pegel gewappnet zu sein, wurde über die Feuerwehr Ratingen ein Abrollbehälter mit Sandsäcken nach Erkrath beordert. In dieser Zeit fiel der Pegel aber bereits merklich ab, sodass die Sandsäcke nicht mehr benötigt wurden. Trotzdem mussten hier einige Keller durch die Einsatzkräfte mittels Tauchpumpen ausgepumpt werden.

In der Eisenbahnunterführung auf der Schlüterstraße war das Wasser auf mehr als 80 cm gestiegen. In drei Mehrfamilienhäuser an der Mozartstraße waren ebenfalls die Kellerräume voll Wasser gelaufen. Die Fahrzeugbesatzung eines Löschfahrzeuges entfernte das Wasser durch den Einsatz einer Tauchpumpe. Am Rosenberg musste in einem Mehrfamilienhaus der vollgelaufene Keller und der Aufzugschacht mit Tauchpumpen vom Wasser befreit werden. Auf der Neanderstraße stand das Wasser bis zu 1,5 Meter hoch auf einem Grundstück sowie in einer dazugehörigen Garage. Hier mussten die Wassermassen mit einer Feuerlöschkreiselpumpe eines Löschfahrzeuges abgepumpt werden. Auch lief hier der Keller des Hauses voll Wasser und musste mittels einer Tauchpumpe ausgepumpt werden.

Die Garage eines Hauses auf der Bachstraße lief ebenfalls voll Wasser, sodass hier zwei Tauchpumpen eingesetzt werden mussten. Zwei Tauchpumpen mussten auch in dem Keller eines Hauses an der Heinrichstraße eingesetzt werden. Hier stand das Wasser bis zu 30 Zentimeter hoch.

Weitere Einsatzstellen gab es in Alt-Erkrath auf folgenden
Straßen: Beethovenstraße, Heiderweg, Falkenstraße, Pestalozzistraße, Mühlenstraße, Bahnstraße, Max-Liebermann-Straße sowie auf der Mühlenstraße. Hierbei handelte es sich ebenfalls um vollgelaufene Keller bzw. unter Wasser stehende Straßen.

In Hochdahl waren die Hattnitter Straße, Schildsheider Straße, Sandheider Straße, Thomas-Mann-Straße, Fuhlrottstraße, Schlickumer Weg, Erlenweg, Dörpfeldstraße, Itterstraße, Eichenstraße, Schulstraße, Hildener Straße sowie die Straßen Am Stadtweiher, An der Ochsenkuhle und Willbecker Busch betroffen. Auch hier handelte es sich überwiegend um vollgelaufene Keller, die teilweise mittels Tauchpumpen ausgepumpt werden mussten.

In Unterfeldhaus mussten die Einsatzkräfte an der Gerresheimer Landstraße, Gerhart-Hauptmann-Straße sowie an der Georg-Büchner-Straße tätig werden. Bei mehreren Einsatzstellen mussten die Feuerwehrleute nicht mehr tätig werden, da hier das Wasser bereits wieder abgelaufen war.

Zu den aufgezählten Unwettereinsätzen gab es noch zwei Alarmierungen zu einer ausgelösten Brandmeldeanlage (Asylunterkunft Freiheitstraße sowie Johanniter-Haus an der Hidener Straße) sowie einer unklare Rauchentwicklung in einem Waldstück hinter der Grundschule Willbeck. Bei allen drei Feuermeldungen war allerdings kein weiterer Einsatz notwendig. Ferner mussten die Einsatzkräfte zu einer Person hinter verschlossener Türe auf der Tannenstraße sowie einer Erstversorgung auf der Bahnstraße ausrücken.

Nachdem sich die Lage entspannt hatte und alle Einsätze abgearbeitet waren, konnte die Einsatzbereitschaft der Fahrzeuge wieder hergestellt werden. Während dieser Arbeiten alarmierte die Kreisleitstelle um 21.43 Uhr erneut alle drei Löschzüge sowie die hauptamtliche Wache und den Rettungsdienst zu einer gemeldeten Explosion auf der Hattnitter Straße im Stadtteil Hochdahl. Hier sollte nach einer Explosion Rauch aus einer Wohnung kommen und die anwesenden Personen nach Feuerlöschern schreien. Gottlob bestätigte sich die dramatische Meldung vor Ort nicht. Die Einsatzkräfte konnten keine Feststellung machen und man ging davon aus, dass es sich bei der Explosion um den lauten Knall eines sogenannten "Polenböllers" handelte. Leider konnten die Verursacher nicht ausfindig gemacht werden.

Zurück auf der Feuer- und Rettungswache mussten dann noch die verbliebenen Arbeiten erledigt werden, sodass die letzten Einsatzkräfte gegen 23 Uhr aus dem Einsatz entlassen werden konnten. Ein langer Arbeitstag für die überwiegend ehrenamtlichen Einsatzkräfte.

 

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