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Eine Welt im Miniaturformat

Eine Welt im Miniaturformat
Der ganze Stolz der Modelleisenbahnfreunde aus Erkrath – die vereinseigene Anlage im Keller des Gymnasiums in Erkrath. FOTO: Nicole Gehring
Alt-Erkrath. (nic) Tief im Keller des Gymnasiums am Neandertal  erschließt sich dem Besucher eine ganz neue Welt. Man fühlt sich ein wenig wie Jonathan Swifts Gulliver, wenn man inmitten der Miniaturlandschaft steht. Miniaturtannen, Miniaturmenschen, Miniaturautos, Miniatureisenbahnen – das und noch jede Menge mehr – ist der Mikrokosmos des Clubs der Modelleisenbahnfreunde Erkrath.

Vor rund 30 Jahren wurde der Club gegründet. Seit 25 Jahren arbeiten die Mitglieder an der Modelleisenbahnanlage, die sich über mehrere Räume erstreckt und im Prinzip fertig gebaut ist. "Dennoch gibt es immer wieder hier und da Aufgaben, die zu erledigen sind", sagt uns Stefan Bückmann, Vorsitzender des Erkrather Clubs. Denn dadurch, dass die Anlage schon so lange besteht, muss sie gehegt und gepflegt werden. In stundenlanger minutiöser Feinarbeit arbeiten die Mitglieder an der Anlagenoptimierung. "Jeder bei uns hat sein Spezialgebiet." Da gibt es die Techniker, die "Schreiner", die Landschaftsexperten und viele mehr, die dafür sorgen, dass die Bahn kommt – und das, im Gegensatz zu ihrem großen Vorbild, reibungslos. Und wenn Stefan Bückmann und seine ausschließlich männlichen Kollegen gerade nicht in den Katakomben des Gymnasiums herum tüfteln, tummeln sie sich auf Wettbewerben oder Ausstellungen. Bückmann selber ist, wie viele seiner Mitstreiter, als Jugendlicher zu diesem schönen Hobby gekommen und seitdem quasi hängen geblieben.

30 Vereinsmitglieder zählt der Club, getroffen wird sich jeden Mittwochabend von 18 bis 22 Uhr. Ihr Equipment kaufen die Männer in umliegenden Fachgeschäften wie Hilden, Düsseldorf oder Wuppertal. Modelleisenbahn als "albernes" Hobby für Kinder abzutun, erzeugt bei den Fans dieser Freizeitbeschäftigung nur vehementes Kopfschütteln und ein müdes Lächeln. Denn wirft der Betrachter mal einen vorsichtigen Blick unter die Anlage, erkennt er schnell, dass hier vor allem viel technisches Wissen erforderlich ist. Günstig ist das Hobby übrigens auch nicht, denn für eine Lokomotive legt man schnell mal über 100 Euro und mehr hin. Für dieses Jahr planen die Erkrather Modelleisenbahner die weitere Optimierung ihrer Anlage und natürlich der gemeinsame Besuch von Fachmessen. Interessierte Mitmenschen sind übrigens jederzeit beim Clubtreffen (jeden Mittwoch, 18 bis 22 Uhr, im Gymnasium Neandertal) willkommen.

Mehr Infos
www.mec-erkrath.de