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Wuppertal: Neustart für die Landesfrauenklinik

Kreis. Herausforderung, Tag des Jahres, Neuanfang: Die Worte, die die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der neuen Landesfrauenklinik in Wuppertal finden, um ihre Meinung zum Umzug und zum neuen Standort auszudrücken, sind ganz unterschiedlich.

 

Alle eint jedoch der Anspruch, dass die  Bedürfnisse von werdenden Müttern und erkrankten Frauen auch in der Heusnerstraße im Vordergrund stehen. Die guten Traditionen aus der Vogelsangstraße sind mit umgezogen.

Zehn Millionen Euro hat HELIOS in die Aufstockung von Haus 8 gesteckt. Der neue Standort bedeutet vor allem eines: die Wege werden kürzer. Bei der Behandlung von Krebserkrankungen arbeiten Gynäkologen, Onkologen und Strahlentherapeuten nun noch enger zusammen und können sich auf kurzem Wege über die bestmögliche Behandlungsmethode für die Patientin austauschen. Wenn es um den Wiederaufbau der Brust nach einer Brustkrebsbehandlung geht, ist der plastische Chirurg direkt vor Ort, um gemeinsam mit der Patientin und dem Gynäkologen die beste Lösung zu besprechen.

Ein Elternzimmer in der Geburtshilfe der neuen Landesfrauenklinik. Hier kann – gegen Aufpreis – der Vater bei der jungen Mutter und dem Baby übernachten. Foto: Sascha Steinbach

 

Gleiches gilt für die Geburtshilfe: Die neue Landesfrauenklinik und das Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin sind unter einem Dach untergebracht. Dieses "Mutter-Kind-Zentrum" hält für Frauen, die ein Kind erwarten, letztlich alle medizinischen Möglichkeiten vor, die notwendig sein könnten. "In aller Regel brauchen wir bei einer Geburt keine Gerätemedizin und hochspezialisierten Ärzte sondern eine gute Hebamme", sagt Prof. Dr. med. Markus Fleisch, Chefarzt der neuen Landesfrauenklinik.

Einer von fünf nach dem Feng-Shui-Prinzip ausgestatteten Kreißsälen in der neuen Landesfrauenklinik des HELIOS Universitätsklinikums Wuppertal. Foto: Sascha Steinbach

 

"Aber wenn eine Geburt auf einmal nicht mehr in der gewünschten, sicheren Bahn verläuft, sind wir in der Lage, alle Register zu ziehen." Den Nachweis hierfür bietet unter anderem das  Perinatalzentrum Level 1, also die Frühchenstation der höchsten Kategorie. Die Hochleistungsmedizin fällt bei einem Blick in den Kreißsaal-Bereich überhaupt nicht auf. Soll sie auch nicht. Hier herrscht wohnliche Atmosphäre. Das Feng-Shui-Konzept  schafft Harmonie. "Die Zeit rund um die Geburt ist sehr emotional und sehr intensiv", sagt Anja Piechura, leitende Hebamme im Kreißsaal. "Die Frauen müssen sich fallen lassen können." Das Feng-shui-Konzept sorge dafür, dass die Atmosphäre im Kreißsaal sehr angenehm für die Frauen ist.

Mit dem Gesamtpaket aus guter Medizin, bestens geschulten Mitarbeitern in allen Berufsgruppen und dem Wohlfühlfaktor gelingt es, das Gesamtspektrum der Geburtshilfe abzudecken.

"Mit unserem Setup sind wir darauf ausgerichtet, Risikoschwangerschaften kompetent zu begleiten", so Prof. Markus Fleisch. "Die Mütter, bei denen die Geburt normal verläuft, profitieren gleichzeitig von dem engmaschigen Sicherheitsnetz."


(Lokal Anzeiger Erkrath)