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| 11.23 Uhr

Alle Jahre wieder…

Der Herbst ist im vollen Gange und präsentiert sich leider oft mit kalten und regnerischen Tagen. Diese kühle Übergangszeit zum Winter ist für Pferdehalter besonders schwierig, da sie entscheiden müssen, ob die Temperaturen für den Vierbeiner angenehm sind oder nicht.

Alle Jahre wieder stellen sich also Pferdebesitzer die Frage: " Ist meinem Pferd warm genug oder friert es?" Bevor irgendeine Decke auf das Pferd gelegt wird, sollte man sich über die Thermoregulation beim Pferd informieren. Leider kann man nicht vom eigenen Wärmeempfinden auf das des Pferdes schließen. Die Körpertemperatur beträgt bei einem erwachsenen Pferd um die 38 Grad und wird durch die Wärme, die bei verschiedenen Stoffwechselprozessen, als Nebenprodukt entsteht, gehalten. Damit sich das Pferd diese Wärme überhaupt zu nutze machen kann, hat es einen Thermoregulationsmechanismus der durch vier Hauptfaktoren gewährleistet wird.

1. Die Haut wirkt wie eine Isolationsschicht und sorgt für einen Ausgleich zwischen Wärmeabgabe und Wärmeerhalt.

2. Das Fell hat ebenfalls wärmeregulierende Eigenschaften. Je nach Dicke des Haarkleids gibt es mehr oder weniger Wärme ab. Im Sommer ist das Fell dünner und gibt mehr Körperwärme an die Umgebung ab, als im Winter wo das Fell eine dicke Unterschicht zur Wärmeisolierung bildet. Das Pferd kann außerdem durch Aufstellen des Haarkleides beeinflussen, wie schnell die Körperwärme abgegeben werden soll. Das Haar selbst ist mit einer Talgschicht bedeckt, die verhindert, dass Wasser direkt auf die Pferdehaut gelangen kann und das Pferd auskühlt.

3. Ein weiterer thermoregulierender Effekt ist die Erweiterung oder Verengung der Arterien. Hierdurch wird die Blutzufuhr geregelt. Die Erweiterung bewirkt ein Abkühlen der Haut und die Verengung hat einen wärmespeichernden Effekt.

4. Die Schweißdrüsen nutzt das Pferd um abzukühlen. Wenn die Außentemperaturen steigen, dann produzieren die Drüsen Flüssigkeit auf der Hautoberfläche und das Pferd kühlt ab.

Diese vier Faktoren sorgen auf natürliche Weise für die Thermoregulation. Ist nur einer der Faktoren in seiner Funktion gestört, kann das Pferd sich nicht mehr ausreichend wärmen oder abkühlen.

Wenn das Pferd in der kalten Jahreszeit nicht ausreichend Wärme produziert, kann mit dem Auflegen einer Decke geholfen werden. Dies könnte z.B. der Fall sein, weil das Pferd geschoren wurde. In diesem Fall muss eine, der Außentemperatur angepasste Decke mit entsprechend dicker Füllung auf das Pferd gelegt werden. Auch bei älteren Pferden, die auf Grund von einem verlangsamten Stoffwechsel nicht mehr genug Wärme produzieren, kann eine Decke sinnvoll sein. Es gibt auch Pferderassen die sehr empfindlich auf Nässe und Kälte reagieren und deshalb Unterstützung bei der Warmhaltung brauchen. Jeder Pferdebesitzer muss sich nur darüber im Klaren sein, dass das Eindecken des Pferdes immer die natürliche Thermoregulierung, die durch das Aufstellen der Haare mit geregelt wird, nicht mehr gewährleistet ist und es somit einer passenden Decke bedarf.

Das Fachpersonal vom Raiffeisen-Markt Erkrath berät sie gerne dabei, ob und welche Decke sie für Ihren Liebling benötigen. Ob Stalldecke, Outdoordecke oder Abschwitzdecke, gefüttert oder ungefüttert - Es gibt eine Auswahl, die zu Ihrem Pferd passt.

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