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Jacques Tilly kommt zu uns

Jacques Tilly kommt zu uns
Jacques Tilly, Satiriker aus Düsseldorf, ist vielen durch seine Mottowagen im Rosenmontagszug bekannt. FOTO: Steve Antonin
Hochdahl. 'Satire in Zeiten der Terrorangst und des Populismus‘ lautet der Veranstaltungstitel des ersten Termins im Winterhalbjahr.

(RG) Jeweils im September erscheint das neue Veranstaltungsprogramm des Ökumenischen Bildungswerks Hochdahl. Die Veranstaltungen sind gut ausgesucht und in der Regel genauso gut besucht und sie sind in der Regel für die Besucher kostenlos. Die erste Veranstaltung findet am 28. September um 20 Uhr im Evangelischen Gemeindehaus in der Sandheide statt und könnte die Raumkapazitäten sprengen. Referent des Abends ist Jacques Tilly, für den der Düsseldorfer Rosenmontagszug der satirische Ernstfall ist. Seine Mottowagen, die die 'Großen dieser Welt‘ aufs Korn nehmen, haben ihn weit über Deutschland hinaus berühmt gemacht, ihn aber auch vielen Anfeindungen ausgesetzt. Einschüchtern lässt er sich nicht.

Es geht ihm um mehr, als ein satirisches Anliegen in unserer Zeit, in der es Mut braucht sich gegen terroristische Einschüchterung und populistische Verführung zur Wehr zu setzen. Tilly ist Diplom Kommunikationswissenschaftler und hat 1994 das satirisch kreative Handwerk zu seinem Beruf gewählt. Mit einer eigenen Firma baut er seit vielen Jahren Großplastiken, Bühnen- und Filmkulissen sowie die Mottowagen für den Rosenmontagszug, die ihn zum Star des Düsseldorfer Karnevals machten. 2017 entwarf und baute er auch den evangelischen Karnevalswagen zum 500. Reformationsjubiläum, mit dem Präses, Düsseldorfs Superintendentin und Kölns Stadtsuperintendent im Düsseldorfer Rosenmontagszug 'vergnügt, erlöst, befreit, evangelisch‘ mitfuhren. "Der gute Ruf, den sich das Ökumenische Bildungswerk Hochdahl in den letzten Jahrzehnten erworben hat, hilft uns auch für ein bescheidenes Honorar so prominente Referenten wie Jacques Tilly nach Hochdahl zu holen," freut sich Jürgen Kahl, der die Veranstaltung moderieren wird.

Im Oktober und November erwarten die Veranstaltungsteilnehmer dann die Vorträge 'Jesus und das liebe Geld‘ von Bundesbankdirektor a.D. Hubert Kamphues und 'Ausbeutung oder Gemeinwohl? Ich oder Wir? Wie unsere Wirtschaft darüber entscheidet, welche Zukunft wir noch haben‘ mit Planetvalue Gründer und Initiator des Aktionstags der Wirtschaft Lutz Leßmann. Im Januar geht es dann weiter mit 'Wir sind so frei – Papst Franziskus, die Familiensynode und ihre Folgen‘ weiter. Referentin ist Politikwissenschaftlerin und Journalistin Dr. Christiane Florin. Mit 'Die Stressfalle. Widerworte gegen die fortlaufende Beschleunigung.‘ greift der emeritierte Professor für Anthropologie und Ethik aus Köln im Februar ein Thema auf, das in unserer Zeit schon Kinder in den Kitas berührt und unsere Gesellschaft beeinflusst. Den letzten Vortrag im Winterhalbjahr hält Dr. Frank Vogelsang, der Elektrotechnik und evangelische Theologie studierte und in seiner Dissertation die Frage, wie Ingenieure ihr berufliches Handeln mit ethischen Einsichten verbinden können, behandelte. Sein Vortrag 'Naturwissenschaften und christlicher Glaube: Zwei Welten oder zwei Sichtweisen?‘ leuchtet das spannungsvolle Verhältnis einer christlichen Rede von Gott zu einem naturwissenschaftlichen Verständnis der Welt aus. Alle Vorträge bieten Raum zur anschließenden Diskussion.

Das Programm des Ökumenischen Bildungswerks Hochdahl, wurde von einem Team aus der evangelischen und katholischen Kirchengemeinde erarbeitet, dessen Mitglieder auch jeweils die Abende moderieren. Zum Team gehören Pfarrer Christoph Biskupek, Pfarrer Lutz Martini, Dr. Hartmut Buyken, Jürgen Kahl, Dr. Ursula Schulte und Prof. Dr. Heiner Strotmann. Allen gemeinsam ist wichtig, dass sich das Programm nicht nur auf kirchliche Themen beschränkt, sondern auch zur Auseinandersetzung mit aktuellen gesellschaftspolitischen Fragen aus verschiedenen Blickwinkeln einlädt. Alle Veranstaltungen finden im Evangelischen Gemeindehaus in der Sandheide statt. Die genauen Termine sind der Website www.evangelischekirchehochdahl.de zu entnehmen. Das Angebot richtet sich an alle Interessierten in Erkrath, unabhängig davon, ob sie Gemeindemitglieder sind.

 

 

 

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