| 09.00 Uhr

Eine wahre Schönheit

Eine wahre Schönheit
Pfarrkirche St. Franziskus: Das Kirchenschiff. FOTO: RG
Hochdahl. Die Entstehungsgeschichte zum Bau der St. Franziskus Kirche in Trills ist eng mit dem Bau der Eisenbahnlinie von Düsseldorf nach Wuppertal und der zunehmenden Industrialisierung der Region verknüpft.

(RG) In unserer kleinen Serie zu Hochdahls Kirchen haben wir St. Franziskus besucht. Erfreulicher Weise trifft man auch hier auf eine offene Kirche, in der man in Stille sein und auch den Ort auf sich wirken lassen kann.

Aufgrund des starken Bevölkerungswachstums im heutigen Stadtteil Hochdahl entschloss sich der Erkrather Kirchenvorstand 1858 in Bruchhausen eine neue Kapelle zu bauen, aber bis der erste Grundstein für die St. Franziskus Kirche gelegt werden konnte, vergingen noch 16 Jahre. Von Beginn an haben sich vor allem Angehörige der Familie Kemperdick als Förderer und Stifter miteingebracht. Bereits zwei Jahre nach Baubeginn konnte die im neugotischen Stil errichtete Kirche eingeweiht werden. Architekt war der Franziskaner Bruder Paschalis, der mit bürgerlichem Namen Theodor Kratze hieß. Die bis heute erhaltenen Buntglasfenster entstanden ab 1881 zuerst im Chor. 1886 und 1887 erhielt die St. Franziskus Kirche ihre Glocken. Die Buntglasfenster des Kirchenschiffs folgten ab 1899 nach und nach. Bis 1900 war die Bevölkerung im heutigen Hochdahl auf 3000 Einwohner angewachsen, von denen etwa die Hälfte katholisch war. 1904 wurde das Rektorat Bruchhausen-Hochdahl selbstständige Pfarrei. 1931 wurde die Kirche erstmals restauriert und die Innenbemalung wurde erneuert. Im zweiten Weltkrieg konfiszierte man die historischen Glocken, die 1948 unversehrt zurückkehrten.

Dafür wiesen die Buntglasfenster nach dem Krieg große Schäden auf, die erst 1953 repariert werden konnten. Über die Jahre erfuhr die Kirche noch viele Reparaturen, Sanierungen und Renovierungen, eine der größten Veränderungen im Innenraum fand wohl 1960 statt, als man die gesamte neugotische Inneneinrichtung entfernte und durch eine modernere ersetzte. Damals wurden die Wände weiß und die Säulen grau gestrichen und die ursprüngliche Bemalung überdeckt. Neben vielen Veränderungen im Inneren wurde damals auch die große Empore für die Orgel eingebaut. Zu dieser Zeit war die Pfarrgemeinde bereits auf 2500 Mitglieder angewachsen.

Mitte der 70er Jahre, als der Kirchturm saniert werden musste, wich man von der eher 'kühlen‘ Innensicht wieder ab. Erneut erfolgte eine Umgestaltung, bei der man sich dem Neugotischem wieder näherte. Bis heute sind immer wieder Reparaturen und Sanierungen durchgeführt worden. Vor allem die künstlerisch mit religiösen Motiven gestalteten Buntglasfenster in ihrer Schönheit zu erhalten, ist ein oft teures und schwieriges Unterfangen. Wer einmal in der Nachmittagssonne im Kirchenschiff sitzt und die Farbvielfalt des einfallenden Sonnenlichts auf sich wirken lässt und die Motive betrachtet, weiß das sich der Erhalt der Fenster auf jeden Fall lohnt. Wenn man das Innere der Kirche betritt, liegen dort drei oder vier selbstgebundene Broschüren, die über die Geschichte der Kirche, der Fenster, der Glocken und sogar die Grünanlagen rund herum informieren.

Das könnte Sie auch interessieren:

ANZEIGE
Renault präsentiert vierte Modellgeneration des Bestsellers

Der neue Renault Mégane: eine Klasse höher

Athletisch wie noch nie präsentiert sich die neue Generation des Renault Mégane. Mit seiner muskulösen Schulterpartie, gestreckten Linien, taillierten Flanken und skulptural geformten Flächen erweist sich der Newcomer als echter Blickfang in der Kompaktklasse. Das Autohaus Haese lockt mit attraktiven und unschlagbaren Angeboten – natürlich nur so lange der Vorrat reicht… mehr