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Scan me, please

Scan me, please
Die Jury der Europa-Union hat Katy Schnee als Europa-Künstlerin mit dem Werk "Im Fluss" betitelt. FOTO: Katy Schnee
Erkrath. Die Erkrather Künstlerin Katy Schnee ist mit ihrem Objekt "scan me, please" für den Europäischen Kunstpreis der Bernd und Gisela Rosenheimstiftung nominiert. Von 291 Bewerbern wurden 33 Künstler aus ganz Europa für die diesjährige Ausstellung  in Spijkenisse bei Rotterdam/Niederlande zugelassen.

Die Jury wird zur Vernissage am 4. Juli in Holland den Sieger verkünden. Das Thema des diesjährigen Wettbewerbs heißt: Babylon, Wahn und Wirklichkeit. Dafür hat die Künstlerin einen Torso mit scanbaren QR-Codes bekleidet. Ist die Vielfalt und die Masse unterschiedlichster Informationen im Internet für uns ein babylonischer Turm? Heißt immer größer, höher, weiter auch besser? Und wieviele Klicks hast du?!

Kopflos und mit dennoch gesenktem Haupt bittet das Werk von Katy Schnee Smartphones und Internetnutzer: "scan me, please". Es ist nicht das erste Objekt, das Katy Schnee mit QR-Codes verändert. So wurde sie im April von der Jury der Europa-Union als Europa-Künstlerin mit dem Werk "Im Fluss" betitelt.

Mit PRIMA Neanderthal! hat das Künstlerduo Rapp/Schnee für die diesjährige Ausstellung im Sinneswald Bäume mit einem Farb-Code bemalt, war 2015 war Katy Schnee unter anderem bei Auststellungen in Erfurt, Wien und der Art Figura in Schwarzenberg dabei, gewann im letzten September den 1. Preis beim Kreativwettbewerb der Stiftung Deutsche Depressionshilfe.

Aktuell schmiedet sie mit Volker Rapp an neuen Kunst-Projekten im öffentlichen Raum.