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NRW leidet unter der Sommerzeit

Die Menschen in Nordrhein-Westfalen leiden stärker unter dem Beginn der Sommerzeit als andere. Ein knappes Drittel (32 Prozent) gab an, bereits einmal Probleme mit der sogenannten Zeitumstellung gehabt zu haben.

Im Vergleich zu 2014 bedeutet dies einen Anstieg um vier, zu 2013 sogar um acht Prozentpunkte. Am wenigsten macht die Umstellung den Baden-Württembergern aus, hier klagten nur 24 Prozent über Probleme. Das ist das Ergebnis einer aktuellen und repräsentativen Umfrage der DAK-Gesundheit*. Laut DAK-Statistik wurden an den drei Tagen nach der Umstellung auch 20 Prozent mehr Herzinfarkte verzeichnet, als an vergleichbaren Werktagen. Die Sommerzeit beginnt am Ostersonntag. Um 2 Uhr werden die Uhren eine Stunde vorgestellt – die Nacht ist eine Stunde kürzer. Insgesamt hatten Frauen laut DAK-Umfrage öfter Probleme mit der Zeitumstellung als Männer (37 zu 21 Prozent). Insgesamt am häufigsten litten die 45- bis 59-Jährigen darunter (33 Prozent).

Die meisten (81 Prozent) waren müde oder schlapp. Zwei Drittel hatten Schlafprobleme. Schlechter konzentrieren konnten sich 44 Prozent und etwas weniger fühlten sich gereizt (43 Prozent). Nur etwas mehr als ein Fünftel kam nach der Umstellung zu spät zur Arbeit. Immerhin zehn Prozent der Befragten litten unter depressiven Verstimmungen. "Interessant ist die Frage, ob die vermehrte Berichterstattung die öffentliche Wahrnehmung beeinflusst", sagt Hans-Werner Veen, Landeschef der DAK-Gesundheit in Nordrhein-Westfalen.

"In den zurückliegenden Jahren wird zunehmend über den Sinn der Sommerzeit diskutiert und die Klagen über Beschwerden nehmen zeitgleich zu. Das kann, muss aber nicht im Zusammenhang stehen", so Veen weiter. Obwohl die Menschen in NRW offenbar öfter Probleme haben, ist die ablehnende Haltung hier nicht am höchsten. Im Osten halten die Umstellung der Uhr nur 16 Prozent für sinnvoll. Danach folgt NRW mit 22. *repräsentative, bundesweite Forsa-Befragung mit 1.001 Befragten, Zeitraum: 22. und 23. Februar.