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Die Macht des geschriebenen Wortes

Hochdahl. Vor 85 Jahren im April und Mai 1933 sind in deutschen Städten Bücher verbrannt worden.

Doch nicht allein an diese historische Singularität – ähnlich der Singularität des Holocausts – wird der Vortrag mit Bildern von Elke Nußbaum (Germanistin) im KulturCafé der VHS Erkrath am Mittwoch 11. April, 19.30 Uhr in der Stadtbücherei Hochdahl im Bürgerhaus erinnern. Seit es Bücher gibt, gibt es auch "Bücherhinrichtungen". Machthaber aller Zeiten, Kulturen und Religionen fürchten wie keine andere menschliche Erfindung die Macht des geschriebenen Wortes; deshalb folgt der Macht, in welcher Gestalt auch immer, die Zensur auf dem Fuße Es hat gewaltige Anstrengungen, immensen behördlichen Aufwand und Unsummen von Geld gekostet, um missliebige Schriften zu ermitteln, zu verfolgen und zu vernichten.

Die Büchervernichter erliegen der Illusion, dass sie mit ihrem Tun die Geschichte abschaffen und die Vergangenheit auslöschen können. All dieser Aufwand war und ist vergebens; denn jedes noch so totalitäre Regime, jeder noch so beschränkte Pädagoge und jeder noch so aufmerksame Zensor muss früher oder später vor der Fantasie, dem Einfallsreichtum der Leser und vor der Macht des geschriebenen Wortes kapitulieren. Anmeldung unter Telefon 0211/2407–4305 oder per Mail an vhs@erkrath.de.