ANZEIGE
| 12.16 Uhr

Gefäßzentrum in Mettmann etabliert

Gefäßzentrum in Mettmann etabliert
FOTO: Martina Chardin
"Wir wollen mittelfristig ein Gefäßzentrum werden" lautete im Jahr 2014 die Zielvorgabe von Geschäftsführer Bernd Huckels und Chefarzt PD Dr. med. Christian Berg bei der damaligen Vorstellung des Gefäßmessplatzes im Evangelischen Krankenhaus Mettmann.

Heute, vier Jahre später  ist dieses Ziel erreicht und optimiert die Versorgung von Patienten mit Gefäßerkrankungen im Kreis Mettmann und darüber hinaus erheblich. Denn, neben der Kardiologie und der angegliederten Nephrologie und Radiologie am Krankenhaus, hat sich neben der Angiologie unter Leitung von Chefarzt Dr. med. Berg nun auch die Gefäßchirurgie unter Leitung von Prof. Dr. Dr. h.c. Wilhelm Sandmann etabliert. Diese Kombination ermöglicht zum einen die interdisziplinäre Versorgung der Patienten im Rahmen eines Gefäßzentrums und schafft eine hohe Behandlungsqualität und -sicherheit.

"Wir behandeln gemeinsam die Gefäßerkrankungen des arteriellen und venösen Gefäßsystems. Darunter die häufig im Alter auftretenden Durchblutungsstörungen, Gefäßweiterungen- und verengungen, das diabetische Fußsyndrom, Verengungen der Hauptschlagadern und die Kompressionssyndrome. Wir. bieten eine gemeinsame gefäßmedizinische Sprechstunde an und erörtern in Fallbesprechungen die bestmögliche, individuelle Therapie für den Patienten", erklärt Dr. med. Berg, Chefarzt und Ärztlicher Direktor im EVK Mettmann, was genau das Gefäßzentrum auszeichnet.

Impressionen FOTO: Martina Chardin

Bereits jetzt ist das Zentrum für Gefäßmedizin gut ausgelastet, sagt Berg, der zunächst mit der Angiologie, dem gefäßmedizinischen Schwerpunkt in der Inneren Abteilung,  die Basis für das Gefäßzentrum in Mettmann legte. "Die Gefäßerkrankungen nehmen zu. Ein ungesunder Lebensstil, also schlechte Ernährung, Rauchen und zu wenig Bewegung, aber auch Stress begünstigen Ablagerungen in den Gefäßen und somit deren Schädigungen. Dazu kommt natürlich auch ein altersbedingter Verschleiß der Gefäßwände", so der Chefarzt. Die Folgen können drastisch sein, weiß auch sein Kollege, Prof. Sandmann, der bereits jahrzehntelange Erfahrung als Gefäßchirurg in Mettmann einbringt. "Gefäßleiden können am ganzen Körper auftreten - an den Beinen und Armen, an der Bauchaorta oder auch an der Halsschlagader  – nicht rechtzeitig erkannt sind die Folgen mitunter drastisch bis tödlich. Durchblutungsstörungen durch verkalkte Arterien, Thrombosen und Embolien, Aneurysmen oder auch der Schlaganfall durch eine verstopfte Halsschlagader können lebensgefährlich sein.

Daher ist es ratsam die Funktion der Gefäße in regelmäßige Abständen messen zu lassen. "Diese Gefäßdiagnostik dauert nicht lang, ist schmerzlos und wird von den Krankenkassen übernommen. Und früh erkannt reichen häufig bereits nicht-operative Therapien, um die Erkrankung zu behandeln" erläutert Dr. Berg, der neben speziellen Gefäßmedikamenten auch Engstellen, sogenannte Stenosen, durch das Einbringen von Stents oder Ballons schonend ohne Operation wieder weiten kann.

Die Operation, also Chirurgie an den Gefäßen, wird häufig im Bereich von verletzten, verengten oder fehlgebildeten Hauptarterien und zentralen Venen notwendig, beispielsweise um ein Bauchaortenaneurysma zu behandeln oder die hirnversorgende Halsschlagader wieder zu öffnen. Bei letzterem Eingriff profitiert die Gefäßchirurgie im EVK Mettmann von der guten Zusammenarbeit mit Neurologen und Psychiatern, aber auch von der Möglichkeit, diesen Eingriff minimal-invasiv durchzuführen. "Diese operativen Eingriffe gehören zur Tagesordnung eines Gefäßchirurgen und werden in den Gefäßzentren nahezu standardmäßig operiert. Das EVK Mettmann hat darüber hinaus als Alleinstellungsmerkmal eine weitere Kern-Kompetenz vor Ort, die aufwendige Behandlung der komplexen Ausprägungen des Kompressionssyndroms. "Mittlerweile reisen Patienten aus der ganzen Welt nach Mettmann, um sich hier operieren zu lassen", betont Prof. Sandmann, der auf dem Gebiet eine renommierte und international bekannte Größe ist. "Hier zählt natürlich die gefäßchirurgische Erfahrung, aber auch die interdisziplinäre Zusammenarbeit im EVK Mettmann. Neben einer Hightech-Ausstattung im OP, einer sehr gut ausgestatteten Gefäßmedizin, einem Linksherzkathetermessplatz der in der Kardiologie 24/7, also rund um die Uhr in Betrieb ist und der Anbindung an die nephrologische und radiologische Praxis, haben wir eine ausgezeichnete Intensivmedizin.  Darüber hinaus, aber mindestens genauso wichtig, haben wir eine absolut professionelle und zugewandte Pflege auf allen Stationen im Haus" erläutert Prof. Sandmann das Gesamtpakt.

Es gibt also weitere erfreuliche Entwicklungen im EVK, es wurde in Ausstattung und Personal investiert und vier Jahre nach Start der Angiologie steht den Menschen in Mettmann und Umgebung nun das Gefäßzentrum für die Prävention, Therapie und Nachbehandlung des venösen und arteriellen Gefäßsystems zur Verfügung.

Der Lokal Anzeiger Erkrath ist weder für den Inhalt der Anzeigen noch für ggf. angebotene Produkte verantwortlich.