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Breidenplatz: Diesen Samstag tagt die Planungswerkstatt

Unterbach. Dass die Bebauung des Breidenplatzes ein hitziges Thema bei den Unterbachern darstellt, dürfte schon länger bekannt sein. Den letzten Hinweis dazu lieferte die Veranstaltung am vergangenen Montag in den Räumen des Hotels Am Zault.

(tb) Der Feldmannssaal bot der Interessengemeinschaft Zukunft Unterbach den passenden Rahmen, um eine Podiumsdiskussion zur aktuellen Sachlage des Vorhabens zu initiieren. Als freie Moderatorin fungierte Rita Hirlehei. Peter Rohland von der IG Zukunft Unterbach erinnerte eingangs an die vorausgegangene Bürgerbeteiligung. Diese fand vor rund elf Monaten in den Räumen der Wichernschule statt. "Über 400 Beteiligte haben sich zu Wort gemeldet. Nachdem der erste Vorentwurf veröffentlicht wurde, haben wir 60 Stellungnahmen verfasst und diese mit über 100 Unterschriften untermauert", so Rohland. Sein Fazit dieser Aktion: "Warum wurden die Bürger nicht früher in die Planungen einbezogen?" Die größten Mankos in dem ersten Planentwurf sind laut der Zusammenfassung Rohlands, dass die Baustruktur wie ein Fremdkörper zur umliegenden Nachbarschaft wirkt. "Die Baukörper sind zu dominant", so die Äußerung des Gastgebers.

Außerdem sieht Rohland Mängel in der Verkehrsplanung. Zu wenige Parkplätze für Besucher des Einzelhandels und Anwohner seien gegeben. "Das führt zu einem Verkehrsinfarkt im Ortskern." Als Gewinner sieht die IG Zukunft Unterbach ganz klar den Investor. "Es kann nicht sein, dass lediglich Verwaltung, Politik und Investor planen. Auch die Bürger benötigen für eine ausgiebige Bürgerbeteiligung Handlungsspielraum." Als weiteren Gast auf dem Podium konnte die Interessengemeinschaft die Amtsleiterin des Planungsamtes, Ruth Orzessek- Kruppa gewinnen. Diese gab sich bereits zu Beginn ihrer Stellungnahme verständnisvoll. "Ich kann nachvollziehen, dass sie auf ihre grüne Wiese nicht verzichten wollen", so die Worte der Beamtin. Dass der geltende Bebauungsplan aus der Zeit stammt, in der Unterbach noch zu Erkrath zählte und das Gelände zudem nicht in städtischer Hand liegt, schränkt den Handlungsspielraum der Verwaltung stark ein.

Einen genauen Überblick über den aktuellen Stand der Planungen lieferte Orzessek- Kruppa anhand verschiedener Folienbeiträge. Dort wurde für die rund 150 anwesenden Gäste deutlich, dass sich die Verwaltung noch mit der Auswertung und Machbarkeit der eingereichten Anliegen beschäftigt. Eine weitere öffentliche Auslegung des neuen Entwurfes ist für das kommende Jahr geplant. Als abschließenden Hinweis an die Anwesenden gab die Amtsleiterin zu bedenken, der angedachten Vergrößerung des Lebensmittelmarktes nicht im Weg zu stehen. "Ein Stadtteil braucht einen leistungsfähigen Einzelhandel um den Ortskern attraktiv zu halten. Der Lebensmittelmarkt fungiert als Ankermieter, von dem auch die umliegenden kleinen Einzelhändler profitieren. Ansonsten stirbt das Zentrum aus." Als drittes Podiumsmitglied wies der Städteplaner Michael Strojan auf die Wichtigkeit der Bürgerbeteiligung hin. "Der Breidenplatz ist eine Perle, die nicht durch unattraktive Architektur zerstört werden darf", so Strojan. Am kommenden Samstag wird die Interessengemeinschaft gemeinsam mit Michael Strojan eine Planungswerkstatt im Hotel Am Zault (13 bis 17 Uhr) initiieren. "Wir wollen attraktive Alternativen zum aktuellen Entwurf darstellen."

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