| 11.13 Uhr

Weihnachten im Lokschuppen

Das war der Weihnachtsmarkt im Lokschuppen
Das war der Weihnachtsmarkt im Lokschuppen FOTO: RG
Hochdahl. Wer auch bei schlechtem Wetter gemütlich über einen Weihnachtsmarkt schlendern möchte, hat am kommenden Wochenende im Lokschuppen noch einmal Gelegenheit dazu

(RG) Der Lokschuppen ist ein echtes Chamäleon, das sich jeder Veranstaltung anpasst. Besonders schön und mit ganz viel stilvoller Atmosphäre ist der Lokschuppen zum Weihnachtsmarkt. Im Außenbereich empfängt die Besucher ein festlich geschmückter Bahnsteig. Dort stehen auch die Weihnachtsbäume des Weihnachtsbaum-Schmück-Wettbewerb für Kindergärten und Schulen, die Besucher mit ihrer Stimme bewerten können. Das Zugcafé hat während des Weihnachtsmarkts geöffnet und unter dem Dach des Bahnsteigs stehen Tische und Stühle bereit, um bei einer Tasse Kaffee und einem Stück Kuchen zu verweilen. Unter den Ausstellern des ersten Adventswochenendes war auch Klaus Ogorek aus Oberhausen-Sterkrade. Der Mann, der einst 17 Jahre unter Tage tätig war, wandelt seit langem Schrott in Kunst und dabei entstehen Skulpturen aus dem Reich der Tiere und Fabelwesen. "Auf dem ehemaligen Zechengelände findet sich viel verwertbares Material für meine Skulpturen", sagt Ogorek. Stilecht wartet auf dem Außengelände eine Kindereisenbahn auf kleine Fahrgäste und zur Stärkung gibt es Crêpes, Glühwein, Reibeplätzchen, Bratwurst und Grünkohl.

Im Inneren des Lokschuppens warten dicht nebeneinander viele Stände mit kleinen Geschenkideen und ausgefallener Advents- und Weihnachtsdekoration. Geschenke für Eisenbahnfreunde bietet der Bahnladen. Ganz neu im Angebot ist das Buch zur Reise- und Arbeitswelt der 70er Jahre von Armin Gärtner. Zauberhafte Deko gibt es hier auch für den kleinsten Raum. Wem der Platz für ein beleuchtetes Winterdorf zu Hause fehlt, kann es hier in einem einzigen Objekt in Kugel- oder Pyramidenform erstehen. Auch eine große Käseglocke bietet unter ihrem Glas ein ganzes beleuchtetes Dorf. Wer zum 1. Advent noch keinen Kranz oder kein Gesteck zu Hause hat: Hier gibt es reichlich geschmackvolle Auswahl. Viel Geschmack haben sicher auch die selbst gemachten Marmeladen und Liköre, die an einigen Ständen angeboten werden. Für Kinder gibt es einen Basteltisch, an dem sie Glasfusing ausprobieren können.

Inmitten der Stände mit Weihnachtsdeko und Geschenkideen sticht ein Stand hervor, der auf den ersten Blick nicht ganz zu den übrigen passt. Ausgestellt ist frisches Gemüse, Salat und Obst. Zum Teil sind aufgeschnittene Gurken und Zitrusfrüchte mit "bunten Tüchern" abgedeckt. Tücher in unterschiedlichen Farben und Mustern liegen ausgebreitet am Stand. Diese Tücher haben es in sich, denn sie sind ein nachhaltiger Ersatz für Frischhaltefolien und ein Alternative für selbige auf dem Weg zu Zero Waste. Waxpex nennen sich die mit Bienenwachs beschichteten Tücher, die Lebensmittel länger frisch halten, antibakteriell wirken und mit kaltem oder lauwarmem Wasser gereinigt und luftgetrocknet lange Zeit verwendbar sind. Sie sind für alle Lebensmittel außer rohem Fleisch und Fisch geeignet. Herstellerin Frischhaltetücher ist Sandra Hoitz, die inzwischen auch eine Maschine entwickelt hat, mit der die Tücher gleichmäßig beschichtet werden. "Entstanden ist das ganze ursprünglich aus dem DYH-Bereich und dann ist ein eigenes Produkt daraus geworden", erklärt die Erkratherin die Anfänge. Inzwischen gibt es bei ihr auch eine vegane Alternative zu den mit Bienenwachs beschichteten Tüchern.

Während einige Stände nur am 1. Adventswochenende im Lokschuppen waren, sind andere, wie etwa der Stand mit den Waxpex-Tüchern, auch am 2. Adventswochenende vor Ort. Am 8. Dezember hat der Weihnachtsmarkt im Lokschuppen von 14 bis 20 Uhr und am 9. Dezember von 12 bis 19 Uhr geöffnet.