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Helfen Sie im Winter unseren Vögeln

Helfen Sie im Winter unseren Vögeln
Wolfgang Sternberg, Vorsitzender des NABU im Kreis Mettmann, präsentiert im Naturschutz-Zentrum Bruchhausen die Vielfältigkeit an Vogelhäuschen, Insektenhotels und Fledermaus-Unterschlupfen. FOTO: nic
Hochdahl. Wenn die Tage allmählich kürzer werden und das Thermometer sich immer mehr dem einstelligen Bereich nähert, ist es für viele Tierfreunde an der Zeit, sich um die Wildvögel zu kümmern.

(nic) Wir haben uns mit Wolfgang Sternberg, Vorsitzender des NABU im Kreis Mettmann, unterhalten was man bei der Zufütterung unserer heimischen Singvögel beachten muss. Jedes Jahr informiert der Naturschutzbund (NABU) im Rahmen einer Nistkastenausstellung im Naturschutz-Zentrum Bruchhausen, welches Tier welche Nisthilfe benötigt und welches Futter das richtige ist. "Ganz wichtig ist, dass man eine ausreichende Bandbreite an unterschiedlichem Futter zu Verfügung stellt", so der Experte. So eignen sich Sonnenblumenkerne als Hauptfutter für Finken, Meisen oder Sperlinge an. Arten mit weniger kräftigen Schnäbeln wie Rotkehlchen, Zaunkönige oder Amseln lieben Weichfutter in Form von Haferflocken, Kleie, Rosinen, Obst oder Fettfutter. "Das Futter sollte möglichst katzensicher und an einem witterungsgeschützen Platz angeboten werden." Damit sich keine Krankheitserreger übertragen, sollten die Tiere nicht im Futter herumlaufen und es mit Kot verschmutzen können. Ideal sind daher Futtersilos. Wer herkömmliche Futterhäuschen benutzt, sollte sie regelmäßig mit heißem Wasser reinigen.

"Damit das Futter eine gleichbleibende gute und hygienisch einwandfreie Qualität aufweist, sollte man immer nur so viel davon auffüllen, wie die Vögel an einem oder zwei Tagen fressen können." Die Vögel sollten am Futterplatz stets gute Sicht haben, damit Katzen oder Sperber nicht unbemerkt angreifen können. In etwas Abstand sollten möglichst Bäume oder Büsche eine sichere Deckung bieten. Sind die Tage besonders kalt und frostig, liegt Schnee oder Eis, sollte man besonders darauf achten, dass das Futter möglichst bei Sonnenaufgang für die Vögel bereit steht. "Um sich in den kalten Nächsten warm zu halten, müssen die Tiere möglichst schnell am Morgen ihre Reserven wieder auffüllen, damit sie nicht erfrieren. Um die Vögel vor Katzen zu schützen, hat es sich bewährt, Tränken auf einem circa anderthalb Meter hohen Ständer zu befestigen. Außerdem ist es wichtig, dass die Tränken eisfrei bleiben. Bei schwachem Frost hilft ein kleines schwimmenden Stück Holz auf der Wasseroberfläche.

Das passende Futter kann man entweder selbst zusammenstellen oder beispielsweise im NABU-Onlineshop kaufen. Nicht auf den Speiseplan der Vögel gehören verdorbene oder salzige Nahrung wie Speck oder Salzkartoffeln. Brot ist ebenfalls ungeeignet, da es schnell verdirbt und im Vogelmagen aufquillt. Mehr Infos bekommen Interessierte im Internet auf www.nabu.de oder www.nabu-kv-mettmann.de