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Erneute Förderzusage passend zum Umwelttag

Erneute Förderzusage passend zum Umwelttag
v.l.n.r.: Victor Haase (Abteilungsleiter Umweltministerium NRW), Fördervereinsvorsitzende Renate Spätz, Karin Blomenkamp (Leiterin des Naturschutzzentrums), Regina Wedding (stellvertretende Bürgermeisterin), Landrat Thomas Hendele und Dr. Ursula Moldon (Leiterin VHS Erkrath). FOTO: RG
Hochdahl. Victor Haase vom Umweltministerium NRW konnte sich am vergangenen Sonntag vor Ort ein Bild von der Arbeit des Naturschutzzentrums machen.
Sonniges Wetter und ein vielfältiges Angebot lockten auch am vergangenen Sonntag wieder viele Menschen ins Naturschutzzentrum Bruchhausen.

(RG) Zur Eröffnung des Umwelttages, der in Kooperation mit der Volkshochschule Erkrath ausgerichtet wurde, fand VHS-Leiterin Dr. Ursula Moldon passende Worte: "So ein Netzwerktag zur Bildung für nachhaltige Entwicklung gelingt nur, wenn sich viele beteiligen." Sie dankte allen für das besondere ehrenamtliche Engagement an diesem Tag.

Landrat Thomas Hendele richtete die Grüße des Kreistags und der Kreisverwaltung aus und betonte, wie wichtig Umweltbildung ist und wie wichtig es ist, Kindern zu zeigen, wie Natur funktioniert. Regina Wedding, stellvertretende Bürgermeisterin, dankte ausdrücklich für den großen Einsatz vieler Mitglieder des Fördervereins und für die Verlängerung der Förderzusage. "Herzlich Willkommen in Erkrath, Herr Haase. Sie dürfen öfter kommen", spielte sie humorvoll auf die erneute Förderzusage an. Dieser griff den Ball auf und trat auf die Eingangstreppe, die er mit einem Speakers Corner verglich. "Wir haben nur eine Erde, verbrauchen aktuell aber 1,7 Erden. In NRW sogar 3,3", wurde er wieder ernster und erklärte er die Notwendigkeit umzudenken und zu handeln. Die Umweltbildung und die außerschulischen Lernorte sind seiner Meinung nach der Auslöser, der für "das Klicken in den Köpfen" sorgt. Dem Naturschutzzentrum überreichte er eine Förderzusage über 71.000 Euro für dieses Förderjahr, das im Frühjahr 2019 endet. Der Eigenanteil, den das Naturschutzzentrum aufbringen muss, liegt bei 19.000 Euro.

Fördervereinvorsitzende Renate Späth wünschte sich vom Land weniger Bürokratie, die in der Arbeit viele Kapazitäten bindet. Nach dem offiziellen Teil gehörte der Nachmittag den Besuchern, auf die insgesamt 18 Stände und neben Kaffee und Kuchen, natürlich alle anderen Sehenswerten Anlagen des Naturschutzzentrums warteten. Die Untere Bodenbehörde des Kreise präsentierte unter dem Motto "Boden: wir stehen drauf!" den Grundwasserkoffer mit Experimenten, Spiele und Umwelt-Auto-Alarm. An weiteren Ständen warteten Waldpädagogik & Umweltbildung mit allerlei Gehölz und dem Bau von Vogel-Nistkästen, Naturpädagogik mit Käfern, Schnecken und Co. und Astrid Walker präsentierte Bienenbildung und Waldpädagogik. Das Repair Café Erkrath stellte die Möglichkeiten der Mitarbeit vor, der ADFC war mit einem Infostand vertreten und das Eisenbahn- und Heimatmuseum Erkrath-Hochdahl präsentierte Bewegung einer Modelbahnlok mit eigener Muskelkraft.

Auch der Wikingerhort Oberhausen war wieder mit dabei und zeigte, wie Rohwolle zu strickbarem Garn wird. Der Eine Weltladen Hochdahl zeigte Produkte aus fairem Handel und der SKFM präsentierte "Upcycling". Datsnfrogs war mit einem Infostand zum Thema Müll und Plastik in den Weltmeeren vor Ort und die Abfallberatung der Stadt Erkrath griff das Thema ebenfalls auf. Die VHS Erkrath zeigte Origami aus altem Papier als Recycling-Möglichkeit. Die Sternwarte Neanderhöhe informierte über Astronomie und Sonnenbeobachtung und das Naturschutzzentrum bot einen Vortrag und Rundgang mit Schwerpunkt Insekten an. Um 14 und 16 Uhr gab es zwei Führungen zu den Gehegetieren zum Thema ökologische Besonderheiten der Weidenutzung. Für den Hunger unterwegs stand die Crepes Kiste bereit.