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Parkplatz - Mangelware

Parkplatz - Mangelware
Wolfgang-Dieter Herbrand sorgt sich um die Sicherheit seiner Mutter und er ärgert sich über Knöllchen der Stadt. FOTO: RG
Alt-Erkrath. Die Anwohner der Gartenstraße haben während der Öffnungszeiten der Postfiliale oft das Nachsehen.

(RG) Wer kennt das nicht: Schnell noch ein Paket vor den Ferien aufgeben oder das in der Postfiliale gelandete Pakt abholen. Doch Parkplätze sind rund um die Postfiliale Ecke Bahnstraße Gartenstraße Mangelware und viele parken deshalb "mal eben" im Halteverbot. Anwohner und Besucher der Gartenstraße können ein Lied davon singen, denn oft wird schon das Abbiegen in die Gartenstraße, die oben auf dem Berg in einer Sackgasse endet, zur reinen Geduldsprobe.

Wer konnte, hat seinen Vorgarten zum privaten PKW-Abstellplatz umfunktioniert. "Bei unserem Haus ist das leider nicht möglich", erklärt uns Wolfang-Dieter Herbrand, dessen Mutter hier wohnt. Das Haus der Familie Herbrand und einige der anderen Häuser sind um 1910 erbaut worden, in einer Zeit, in der noch niemand absehen konnte, dass mehr als 100 Jahre später zu fast jedem Haushalt gleich mehrere PKWs gehören würden. Parkplätze für Besucher gibt es hier kaum. 2014 hatten sich die Anwohner der Gartenstraße mit einem Bürgerantrag an die Stadt gewandt, weil um die Postfiliale herum immer wieder Falschparker die ohnehin schon enge Zufahrt zur Gartenstraße und die wenigen Parkplätze blockierten. Bei einem Vororttermin hatte sich der Bürgermeister persönlich ein Bild gemacht. Geändert hat sich seit dem nicht viel. Im Gegenteil.

Vor einiger Zeit ist ein öffentlicher Parkplatz im oberen Bereich weggefallen. Ein Hausbesitzer hatte auf seinem Grundstück zwei Parkplätze eingerichtet und da wo einst ein öffentlicher Parkplatz war, ist jetzt die Zufahrt zu den privaten Plätzen. Ältere Anwohner, die keinen eigenen Stellplatz haben, haben es in der Gartenstraße nicht leicht. Oft müssen sie mit ihren Einkäufen den langen, steilen Weg nach oben zu Fuß in Kauf nehmen. Regelmäßig patroulliert das Ordnungsamt im oberen Bereich der Gartenstraße und verteilt Strafzettel. "Dabei wäre am Ende der Straße noch Raum für zwei bis drei zusätzliche Parkplätze", glaubt Herbrand. Eine Nutzungsänderung hätte die Stadt jedoch abgelehnt.

Wir haben Wolfgang-Dieter Herbrand Anfang des Jahres besucht, weil er unserer Redaktion in einer Email das Dilemma schilderte. Er wohnt und arbeitet in Berlin und ist nur an freien Tagen bei seiner Mutter in Erkrath. Die Postfiliale hatte noch geöffnet, als ich eintraf. Im vorderen Bereich der Bahnstraße rangierten mehrere Fahrzeuge, die Zufahrt zur Gartenstraße war einige Minuten lang, auch wegen Gegenverkehrs und Falschparkern komplett blockiert. Als ich endlich Abbiegen konnte, war der verfügbare Raum auch für einen PKW relativ eng. Wie wir nach Herbrands Email schon hätte erwarten können, fanden wir keinen öffentlichen Parkplatz, der frei war. Unverrichteter Dinge fuhren wir wieder in die Bahnstraße und warteten geduldig, bis ein öffentlicher Parkplatz frei wurde. Gemeinsam mit Wolfgang-Dieter Herbrand haben wir uns die Situation in der Gartenstraße angeschaut. Als wir zur Bahnstraße kamen, hatte die Postfiliale bereits geschlossen und die Zufahrtssituation war etwas entspannter.

"Wenn hier unten wochentags die Liefer- und Zustellfahrzeuge der Post auf den dafür gekennzeichneten Flächen stehen und gegenüber noch Falschparker, dann wird es hier regelmäßig sehr eng", beklagt sich Herbrand, der sich auch um die Sicherheit seiner betagten Mutter sorgt. "Für Feuerwehr und Rettungswagen ist da so schnell kein Durchkommen und wenn es um Leben oder Tod geht, zählt jede Minute", erklärt er und hat damit sicher Recht. Erst vor einer Woche hatte die Erkather Feuerwehr anlässlich eines Einsatzes in der Schinkelstraße darauf aufmerksam gemacht. Aber vielleicht ist auch das der Grund, warum am Ende der Gartenstraße keine zusätzlichen Parkplätze eingerichtet werden können. Zum einen wird im Ernstfall ausreichend Platz für die Stützen der Drehleiter benötigt und zum anderen muss auch ein Löschfahrzeug dort noch wenden können.

Für die Anwohner ist die Situation mehr als unbefriedigend. Eine Lösung seitens Verwaltung und Politik ist offensichtlich auch weiterhin noch nicht in Sicht.

 

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