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Gut besuchter Bürgerdialog

Gut besuchter Bürgerdialog
Die Bahnstraße stand beim vergangenen Bürgerdialog mit Bürgermeister Christoph Schultz im Mittelpunkt. FOTO: tb
Alt-Erkrath. Positiv überrascht zeigte sich Bürgermeister Christoph Schultz am vergangenen Dienstag in der Stadthalle anlässlich seiner dritten Dialogveranstaltung von den teilnehmenden Bürgern.

(tb) Über 40 Personen waren der Einladung gefolgt, sich über aktuelle Verwaltungsthemen zu informieren und zeitgleich den Austausch mit dem Bürgermeister zu suchen. Nach einer gut 30minütigen Einführung, in der Schultz über aktuelle Projekte und Pläne der Verwaltung referierte, stieg dieser in die Diskussion mit den Bürgern ein. Zahlreiche Themen lagen den Anwesenden am Herzen. So gab es Anregungen, die Öffnungszeiten des Jugendcafés in Alt-Erkrath auch auf die Wochenendzeiten auszuweiten. Ebenso fragten Bürger nach dem IST- Zustand der Baumaßnahmen am Toni Turek-Stadion. Dort werden seit Monaten die Pflasterungen erneuert. "Wir haben in der Zwischenzeit Probleme mit dem Tiefbauer gehabt und diesen am Ende sogar kündigen müssen", so Schultz erklärend. Dass die Fertigstellung lediglich zwei bis drei Wochen in Anspruch nehmen würde, dessen ist sich der Bürgermeister sicher. "Es mangelt aktuell allerdings an einem Unternehmen, welches sich der Aufgabe annimmt. Zu gut ist die Auftragslage der Handwerker aktuell."

Über die Fläche des ehemaligen Weidenhofs machten sich die Bürger ebenfalls Gedanken. Dass der Bebauungsplan auf Grund anderer Bauvorhaben hintenangestellt werden musste, gab Schultz zu. "Die Prioritäten lagen primär bei den beiden Bauvorhaben der Feuerwehr." Trotzdem sollen zeitnah am ehemaligen Weidenhof (Kreuzstraße/Ecke Beethovenstraße) 14 Wohneinheiten für Senioren entstehen. Ein weiteres Wohnquartier ist am Wimmersberg geplant. Das ehemalige Teilgewerbegebiet soll komplett für Wohnbebauung genutzt werden (mehr Infos dazu in unserer Ausgabe vom 10. Oktober 2018 und natürlich auch online). Eine Bürgerversammlung zu besagtem Thema ist am 12. November um 19 Uhr in der Stadthalle Erkrath geplant.

Unterschiedliche Meinungen gab es zum Thema Bahnstraße. Dass die Fußgängerzone einer Aufwertung bedarf, dessen waren sich alle Anwesenden sicher. Lediglich die Pläne der Herangehensweise drifteten auseinander. Während sich ein Teil der Bürger eine Einbahnstraßenlösung mit Parkbuchten vorstellen könnte, zeigten sich andere Anwesende von dem Vorschlag wenig angetan. "Es gibt kaum innerstädtische Fläche, in der man als Fußgänger bedenkenlos laufen kann", lautete die Wortmeldung eines direkten Anwohners. Für Bürgermeister Christoph Schultz gehören erneut Kaufmagneten in die Innenstadt. Gespräche mit Eigentümern gab es bereits, diese liefen bis zum heutigen Tag jedoch ins Leere. "Bürger aus anderen Stadtteilen kommen nicht zum Einkaufen nach Alt-Erkrath, da auch Unterfeldhaus und Hochdahl alles Notwendige aufweist", ist sich Schultz der Problematik bewusst.

Ebenso äußerten Teilnehmer Bedenken zu fehlenden Sporthallen im Stadtgebiet. "Vorhandene Sporthallen sind kaum nutzbar, andere seit geraumer Zeit geschlossen", ärgerte sich ein Bürger. Dass die defekten Hallen in einem städtischen Maßnahmenkatalog zusammengefasst wurden, verriet Bürgermeister Schultz. Dieser Katalog, der zudem das Kostenvolumen der Maßnahmen sowie die zeitliche Abfolge dokumentiert, lässt sich auf der städtischen Homepage im Ratsinformationssystem finden (www.erkrath.de).

Dieser Katalog dient zudem der Kostenüberwachung der kommenden, städtischen Haushalte. Aktuell schätzt der Kämmerer das Defizit des Haushaltes für 2018 auf gut fünf Million Euro. Um Kosten zu reduzieren, könnte sich Christoph Schultz ein zentral gelegenes Rathaus vorstellen. "Aktuell weist die Verwaltung neun Liegenschaften auf. Die Kommunikation mit den Mitarbeitern gestaltet sich demnach schwierig." Auch verwies Schultz auf den 'Luxus‘, dass sich Erkrath derzeit mit der Stadthalle und dem Bürgerhaus zwei Versammlungsstätten leistet.

Als abschließende Information verwies Bürgermeister Schultz auf die städtische Rattenbekämpfung. "Sollte jemand eine Ratte in seinem Garten sehen, übernimmt die Stadt die Maßnahmen zur Rattenbekämpfung." Mit diesem Vorhaben, welches zu Beginn des neuen Jahres in Kraft tritt, hat Erkrath im Kreis Mettmann eine Monopolstellung und geht mit gutem Beispiel voran.