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Schülerinnen und Schüler des GymNeander setzen sich mit aktueller Flüchtlingspolitik auseinander
Einweihung der Kunstinstallation mit WDR und Stadtverwaltung

Einweihung der Kunstinstallation
Einweihung der Kunstinstallation FOTO: Herbert Griesmann
Alt-Erkrath. Das Flüchtlingsthema beschäftigt viele Menschen – auch die Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums am Neandertal. In vielen Projekten und Aktionen setzen sie sich aktuell mit Zuwanderung, Rechtspopulismus und dem Schutz der EU-Außengrenzen auseinander.

Im Atrium der Schule wurde jetzt eine großflächige Kunstinstallation erstellt, die Situationen im Leben flüchtender Menschen zum Ausdruck bringt. Zur Einweihung kam prominenter Besuch: Der WDR-Programmdirektor und Schulpate des Gymnasiums, Jörg Schönenborn, lieferte interessante Informationen aus Sicht des Journalisten.

Ex-Schülersprecher Christoph Ruhs führte durch die Veranstaltung. Zunächst präsentierte die ehemalige Schülerin Anna Bartz die humanitären Aktionen der Nichtregierungsorganisation Jugend Rettet e.V. zur Rettung von Menschen im Mittelmeer und berichtete dabei von ihren eigenen Erfahrungen. Dies war ein guter Einstieg zum besseren Verständnis der Kunstinstallation, die unter Leitung des Kunstlehrers Herbert Griesmann von den Schülerinnen und Schülern des Kunstkurses der Q2 erstellt wurde. In diesem Kurs sind auch Jugendliche, die selbst geflüchtet sind und sich nun lebensnah einbringen konnten. An verschiedenen Stationen des Kunstwerkes sind unterschiedliche Abschnitte einer Flucht dargestellt – von der Überquerung des Mittelmeers in einem Boot über die schwierige Aufnahme von sozialen Kontakten bis hin zur möglichen Abschiebung in einem Flugzeug sind viele Themen verarbeitet worden.

Besonders der Verlust steht dabei im Mittelpunkt, sowohl von geliebten Menschen als auch von einer sicheren Umgebung und eines vertrauten kulturellen Umfeldes. Schulleiter Hans Gruttmann und die stellvertretende Schulleiterin Beate Gorgels erläuterten nach der Vorstellung des Projektes weitere thematischeSchwerpunkte der Schularbeit. Dazu begrüßten sie auch den Ersten Beigeordneten der Stadt, Ulrich Schwab-Bachmann, der die Besucherinnen und Besucher über die Entwicklung der Flüchtlingssituation in Erkrath seit der Belegung des Bürgerhauses im Jahr 2015 unterrichtete. Beeindruckt von den vielfältigen Aktionen in Schule und Stadt dankte Jörg Schönenborn den Anwesenden und ermutigte Schülerinnen und Schüler, sich weiterhin für die demokratische Auseinandersetzung mit dem Thema einzusetzen und auch mit den Menschen in den Dialog zu treten, die eine andere Sichtweise auf das Thema haben.