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Das Brückenfest war der Hammer

Das war das Erkrather Brückenfest
Das war das Erkrather Brückenfest FOTO: RG/LW
Alt-Erkrath. Besser hätte es nicht seien können: Knapp über 30 Grad, strahlender Sonnenschein, gute Musik, gute Laune und viele Besucher.

(RG) Beim zweiten Brückenfest hat einfach alles gestimmt. Während bei der Erstauflage im vergangenen Jahr ein verregneter Samstagnachmittag für Anlaufschwierigkeiten sorgte, schien in diesem Jahr die Sonne und mit 31 Grad waren die Temperaturen erträglich. Kein Wunder also, dass sich der Platz vor Haus Brück über den Nachmittag mit Menschen aller Altersgruppen füllte. Wie im letzten Jahr gab es verschiedene Hüpfburgen, Ponyreiten und jede Menge kostenloses Popcorn, so dass auch die Jüngsten auf ihre Kosten kamen. Gute Musik, gutes Essen, von Bier über Wein zu Cocktails oder Softdrinks jede Menge Getränkeauswahl und vor allem gute Musik und tolle Stimmung.

Die Slush Ice Bar hatte Hochkonjunktur, so dass die Jonges schon mal ins Schwitzen kamen. Während die Jonges selbst am Grillstand dafür sorgten, dass die Besucher ihren Hunger mit Burgunderbraten, Champignons und anderen Leckereien stillen konnten, boten die Letzten Hänger nachmittags Kaffee und Waffeln und am Nachbarstand die herzhafte Alternative mit Reibeplätzchen und Pommes. Nah am Eingang war der Wertmarkenstand platziert. Und dort sehen wir es, sie haben's wirklich getan und den roten Punkt für alle die ausgehängt, die nicht auf Fotos erscheinen wollen. Der Punkt sollte sichtbar auf die Stirn geklebt werden, alternativ wäre auch ein Punkt mit Lippenstift gültig. Schmunzelnd machen wir uns auf die Suche nach "Rotpunktlern" (Fotoverweigerern) und finden, wer hätte es gedacht, keinen Einzigen. Ein älterer Besucher sagt uns verschmitzt: "Ich möchte aber nicht aufs Foto." Wir fragen ihn nach dem roten Punkt und er antwortet "Der ist abgefallen, aber meine Arbeitskollegen könnten mich sehen... Ich bin zwar schon im Ruhestand, aber die könnten neidisch werden."

Am späten Samstagnachmittag heizten die Golden Boyz, kurz bevor die Sonne langsam hinter den Häusern einen tieferen Stand einnahm, die Stimmung so richtig auf. "What you waiting for" spielten sie gegen 18 Uhr und es klang wie die Aufforderung an alle nun zum Brückenfest zu kommen. Und tatsächlich: Während die ersten Familien mit Kindern und einige Senioren bereits dem Heimweg antraten, füllte sich der Platz mit immer neuen, zunehmend auch jüngeren, Besuchern. Als DJ Abi dann in einer Life-Musik-Pause das Mischpult übernahm und einen bunten Musik-Mix präsentierte, zog es eine bezaubernde junge Dame mit Rhythmus im Blut auf die Schotterpiste. Mutig eröffnete sie allein die "Tanzfläche" und musste nur eine Minute warten, bis die ersten ihrem Beispiel folgten und eine heiße Sohle aufs Schotter-Parkett legten.

"Ich hätte wirklich nicht damit gerechnet, dass so viele Menschen kommen", drückt Patrick Nitze vom Festausschuss der Ercroder Jonges seine Freude über den Besucherstrom aus, der nicht abriss. Gefeiert wurde bis lange nach Einbruch der Dunkelheit und bis zum Frühschoppen, der am Sonntag den zweiten Tag des Brückenfests einläutete, blieb nur wenig Zeit zur Erholung.

Das Brückenfest war auch im zweiten Jahr ein voller Erfolg. Freuen wir uns aufs nächste Brückenfest, denn im Rheinland hat bekanntlich alles Tradition, was mindestens dreimal stattgefunden hat und das wäre dann im kommenden Jahr so.