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Bienenzuwachs in Alt-Erkrath

Bienenzuwachs in Alt-Erkrath
Rosenhofdirektor Dominik Prem hat auf dem Außengelände der Seniorenanlage vier Bienenvölker angesiedelt. FOTO: tb
Alt-Erkrath. Seit Mai ist Erkrath um rund 60.000 Bewohner reicher. Zu verdanken hat die Neandertalstadt diesen enormen Bewohnerzuwachs Dominik Prem. Der Direktor des Rosenhofs in Alt-Erkrath ist nämlich leidenschaftlicher Hobbyimker und installierte vor wenigen Wochen gleich vier Bienenvölker auf der Außenanlage der Senioreneinrichtung.

(tb) "Die Passion für die Bienen habe ich von meinem Großvater übernommen, der selbst Berufsimker und Gärtner war. Von ihm habe ich alles Wissenswerte erlernen dürfen." Da auf dem Balkon der heimischen Wohnung für ein Bienenvolk weder der Platz, noch die Akzeptanz der Nachbarschaft vorhanden war, wich Dominik Prem mit seinem Hobby einfach in den Parkbereich des Rosenhofes aus. "Im Vorfeld habe ich die Bewohner natürlich von meiner Idee informiert. Es war mir wichtig, dass keine Hysterie entsteht. Bienen sind von Natur aus friedlich und stechen nur in Notsituationen. Anders, als es beispielsweise Wespen tun. Das sollten die Bewohner wissen."

Mit zwei aufeinanderfolgenden Informationsveranstaltungen überzeugte der Einrichtungsleiter, der vor einem Jahr die Direktion des gut 320 Bewohner großen Hauses übernommen hat, die Senioren. Auf eigenen Honig müssen diese allerdings noch warten. "Die vier Völker sind noch Babyvölker und benötigen den gesammelten Honig in diesem Jahr selbst. Wenn wir im nächsten Jahr den Honig ernten, können wir aber von 150 bis 200 Kilogramm eigenen Honig ausgehen, der natürlich für die Bewohner zur Verfügung steht."

"Ich könnte mir vorstellen, dass es besonders unsere männlichen Bewohner sind, die an einer Arbeitsgemeinschaft Spaß hätten. Für Damen haben wir ausreichend Angebote parat. Angefangen vom Töpfern bis hin zum Basteln." Mit den Erzeugnissen der Bienen können allerdings auch die Damen einiges herstellen. "Propolis, eine von Bienen selbst hergestellte harzige Masse, ist das stärkste natürliche Antibiotikum der Welt. Daraus können Salben und Tinkturen hergestellt werden. Zudem wird es auch Bienenwachs geben, der besonders in der Weihnachtszeit für Kerzen genutzt werden könnte."

Die Bienen ausschließlich den Senioren vorenthalten möchte Dominik Prem nicht. In den Wintermonaten möchte der ambitionierte Hobbyimker Schulen und Kindergärten anschreiben und einladen. "Schließlich sieht man solche Bienenvölker nicht oft aus nächster Nähe."

An das erste Bienenvolk kam der Rosenhof-Direktor übrigens durch Zufall. "Ich wurde von der Feuerwehrleitstelle Mettmann kontaktiert, dass sich in einem Baum in Velbert ein Bienenvolk eingenistet hat. Mit meiner Ausrüstung bewaffnet, habe ich die rund 10 bis 15.000 Bienen nach Erkrath geholt. Die weiteren drei Völker folgten im Anschluss. In Bezug auf das Bienensterben macht sich Dominik Prem bei den Honigbienen keine Sorgen. "Es sind die Wildbienen, die von den Pestiziden betroffen sind. Der Feind der Honigbiene ist eine Milbe. Damit diese Milbe das Volk nicht befällt, müssen Imker gut aufpassen. Ansonsten können ganze Völker sterben." Die pflegeintensivste Zeit für die Imker ist von Anfang Mai bis Ende Juni. "In dieser Zeit sind die Bienen aktiv. Ab Ende Juni, mit der Sommersonnenwende, beginnt für die Bienen die Winterzeit."

Im neuen Jahr trennen sich die Völker. Die Königin, die bis zu 1000 Eier pro Tag legen kann, zieht mit einem Teil des Volkes in ein anderes Domizil. In dem alten Bienenhaus entwickelt sich mit einer neuen Königin ein neues Volk. "Es ist daher wichtig, auch in dieser Zeit sehr aufmerksam zu sein, damit die alte Königin sich nicht an ungewollte Plätze niederlässt und ganze Bienentrauben entstehen, wie es in Velbert der Fall war." Es kommt demnach auf die Bewohner des Rosenhofes ein wenig Bienenarbeit zu, die abschließend mit leckerem, selbst geerntetem Honig belohnt wird.  

 

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