| 15.01 Uhr

SSV Erkrath steht dicht vor dem Kreisliga A-Aufstieg

Erkrath. An der Tabellenspitze der Fußball-Kreisliga B zieht der SSV Erkrath weiterhin seine Bahn. Das Nachbarschaftsduell beim  abstiegsbedrohten SV Hilden-Nord war in den ersten 45 Minuten keineswegs ein Selbstläufer, nach 90 Minuten siegte der Klassenprimus dann aber doch deutlich mit 6:1 (1:0).

Von Beginn an versuchten die Norder hinten ihren Laden dicht zu machen. Die Rechnung ging einigermaßen auf, denn außer der durch Marcel Girsch mit einem direkt verwandelten Freistoß erzielten 1:0-Führung (31.) ließ der Außenseiter nichts zu. "Das war anfangs etwas zähflüssig, gegen die massierte Hildener Deckung fanden wir nicht so richtig ins Spiel. Erst durch eine Umstellung in der Halbzeitpause bekamen unsere Offensivaktionen mehr Struktur und Durchschlagskraft", bilanzierte später Trainer Michael Steinke. Nach dem 2:0 durch Michael Ortmanns (50.) gelang den Hildenern postwendend (51.) der Anschlusstreffer. Nur drei Minuten darauf erhöhte erneut Ortmanns nach der Flanke von Tobias Freese auf 3:1. Der Rest war Formsache. Manuel Dominguez Gea (60.), Ortmanns mit seinem 24. Saisontreffer (86.) und Freese (88.) machten das halbe Dutzend voll. Da Hellas Düsseldorf das Verfolgerduell gegen den neuen Tabellenzweiten FC Bosporus (56) mit 1:3 verlor, steht der SSV Erkrath dicht vor dem Aufstieg in die Kreisliga A. Schon mit einem Heimsieg am Sonntag um 15 Uhr im Toni-Turek-Stadion gegen Vatangücü Düsseldorf könnten die mit 62 Zählern die Liga anführenden Rot-Weißen Vollzug melden. "Je nachdem wie unsere Konkurrenten spielen, können wir den Aufstieg schon klar machen. Dabei hoffen wir natürlich, dass wieder zahlreiche SSV-Anhänger dabei sind und uns unterstützen. Wie schon in den letzten Wochen werden wir auch dieses Spiel seriös und mit der nötigen Konsequenz angehen", betont Trainer Steinke.

Einen deutlichen 5:0 (2:0)-Sieg brachte der SC Rhenania Hochdahl vom Kreisliga A-Auswärtsspiel gegen PSV Borussia 02 Düsseldorf mit nach Hause. Michael Kijach mit einer entschlossenen Einzelaktion (21.) und Dennis Specht, der nach einem Foul an Benedikt Brusberg den fälligen Elfer (33.) sicher verwandelte, führten die Hochdahler bereits bis zur Pause in die Erfolgsspur. "Das war noch etwas schmeichelhaft, weil Borussia bis dahin auch gute Tormöglichkeiten hatte. Erst in der zweiten Halbzeit haben wir mit unserem intensiven Pressing den Gegner dominiert und den nötigen Druck aufgebaut", urteilte Trainer Jürgen Kempen-Eßbach. In Durchgang eins verhinderte Torhüter Frederik Hennes gegen noch mutig nach vorne spielende Gastgeber einen möglichen Gegentreffer. Nach der Pause, nun mit Tobias Schössler im zentralen Mittelfeld, bestimmten die Rhenanen mehr und mehr das Geschehen. Der eifrige Brusberg stellte nach 68 Minuten die Weichen endgültig in Richtung Sieg. Schössler (81.) und zwei Minuten später David Eberle (11-Meter nach Foul an Brusberg) machten den 12. Saisonsieg der Hochdahler perfekt, die damit den siebten Tabellenplatz (40 Punkte) festigten und in der Tabelle noch weiter nach oben klettern können. Vorausgesetzt das Heimspiel gegen Rot-Weiß Lintorf am Sonntag (15 Uhr – Sportplatz Grünstraße) wird gewonnen. "In Lintorf haben wir schwach gespielt und durch einige unschöne Begleitumstände 0:1 verloren. Da wollen wir auf eigenem Platz etwas gutmachen", sagt Coach Kempen-Eßbach.

Mit 0:8 (0:2) geriet der SC Unterbach beim Zweiten der Kreisliga A, Sparta Bilk Düsseldorf, unter die Räder. Die Gäste haderten mit einigen umstrittenen Entscheidungen des Schiedsrichters. So war der Platzverweis gegen Kai Leeuwis (66. – gelb/rote Karte) äußerst fragwürdig. "Ich werde mich zur Leistung des Unparteiischen im Detail besser nicht äußern, aber dessen Entscheidungen haben das Spiel zu unseren Ungunsten beeinflusst. Nach dem 0:4 fehlten unserer Elf Motivation und Moral, aber da will ich keinem einen Vorwurf machen. Unser Fokus ist jetzt auf die noch drei ausstehenden Punktspiele gerichtet", resümierte SCU-Fußballchef Jörg Spanihel. Nach dem 0:1 (10.) hätte Leeuwis egalisieren können, fand aber nach Vorarbeit von Timo Bischoff im gut reagierenden Sparta-Torsteher seinen Meister (22.). Der TSV Urdenbach ist am Sonntag (15 Uhr) in der Reinhart-von-Hymmen-Kampfbahn zu Gast. "Wir werden die nötigen Punkte für den Klassenerhalt noch holen. Da bin ich mir sicher. Gegen Urdenbach wollen wir den Anfang machen", strahlt Jörg Spanihel Zuversicht aus.