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SSV Erkrath auf direktem Weg in die Kreisliga A?

SSV Erkrath auf direktem Weg in die Kreisliga A?
FOTO: kstuttard/pixabay.com
Erkrath. Unfreiwillige Pausen legten am vergangenen Wochenende der SSV Erkrath und Rhenania Hochdahl ein. Kreisliga B-Spitzenreiter Erkrath hätte gegen den ASV Tiefenbroich II antreten sollen, doch die Ratinger hatten ihr Team in der Winterpause vom Spielbetrieb abgemeldet.

Bereits im September 2017 warf Hochdahls Gegner Garather SV das Handtuch. Dessen neu formierte Mannschaft erwies sich nach deutlichen Niederlagen in den ersten Partien als nicht konkurrenzfähig. Für den SSV geht es an diesem Sonntag um 15 Uhr mit dem Heimspiel im Toni-Turek-Stadion gegen den MSV Hilden weiter. Gegen die als spielerisch stark geltenden Itterstädter soll ein weiterer Schritt in Richtung Kreisliga A-Aufstieg gemacht werden. Die Gäste haben als Zehnter weder Ambitionen in Richtung Tabellenspitze noch große Sorgen was die Abstiegsfrage angeht. Da gilt das Team von Trainer Michael Steinke vor dem Anpfiff einmal mehr als Favorit.

Durch die Zwangspause und der gleichzeitigen Erfolge der DSV 04 II (2.) und Hellas Düsseldorf (3.) hat sich der Vorsprung der Steinke-Schützlinge bei noch sechs ausstehenden Spielen auf drei bzw. sieben Punkte reduziert. Ein Abstand, der auch am Sonntag gegen 17 Uhr Bestand haben soll oder im besten Fall wieder ausgebaut wird.

Die Hoffnung auf den Einzug ins Kreispokal-Endspiel, musste der SC Rhenania Hochdahl am vergangenen Mittwochabend begraben. TuS Gerresheim gewann die Halbfinal-Begegnung vor gut und gerne 300 Zuschauer auf dem Kunstrasenplatz an der Grünstraße mit 3:1 (1:0). Es war eine bis in die Nachspielzeit umkämpfte, spannende und auf gutem Kreisliga A-Niveau stehende Begegnung. Der Ligarivale (3. Platz) ging nach einer halben Stunde durch Patrick Huber in Führung, nachdem Rhenanias Deckung den Ball nicht konsequent klärte. Zu Beginn der zweiten Halbzeit Hochdahl im Vorteil. "Das war eine ganz starke Phase. Da hätten wir ausgleichen können. Auch nach dem zweiten Gegentor fanden wir schnell wieder ins Spiel, mussten eigentlich schon früher den Anschlusstreffer erzielen. Insgesamt zeigte unsere Mannschaft eine überzeugende Leistung, nur war Gerresheim in den entscheidenden Szenen einen Tick robuster und entschlossener", fasste Trainer Jürgen Kempen-Eßbach zusammen. Benni Brusberg, der am Gerresheimer Torhüter scheiterte (52.) und später (60., 61.) Schössler und Szymon Szindler hätten auf 1:1 stellen können. Das 2:0 (63.) durch TuS-Torjäger Felix Liesenhoff fiel aus heiterem Himmel und bedeutete einen Rückschlag für die Rhenanen, die sich später aber wieder fingen und durch Szindler auf 2:1 verkürzten (82.).

In der hektischen Schlussphase gerieten sich Düsseldorfs Andre Lautermann und der eingewechselte Fabian Kostkowski in die Haare – die rote Karte und der frühzeitige Feierabend (90.), weil es noch vier Minuten Nachschlag gab, waren die Folge. In der Nachspielzeit, als die Gastgeber alles nach vorne warfen, schloss erneut Liesenhoff einen Konter zum 3:1-Endstand ab. "Auch wenn es nicht ganz gereicht hat, war das heute ein gelungener Fußballabend. Der Einzug ins Halbfinale, in dem wir uns sehr gut präsentierten und nachhaltig auf den SC Rhenania aufmerksam gemacht haben, ist ein toller Erfolg", betonte Jürgen Kempen-Eßbach nach dem Abpfiff. Die Pause am vergangenen Spieltag kam sicher nicht ganz ungelegen. Nun gehen die Hochdahler erholt ins Heimspiel am Sonntag um 15 Uhr gegen den abstiegsgefährdeten SV Oberbilk 09 Düsseldorf.

"Unsere guten Leistungen und die positiven Ergebnisse in den vergangenen Wochen, mit denen wir uns aus der Abstiegszone verabschiedet haben, wollen wir bestätigen", erwartet Kempen-Eßbach einen engagierten Auftritt seiner Mannschaft. Auch im Hinblick auf das "kleine Kreispokalfinale" am Pfingstmontag. Da können sich die Hochdahler durch die "Hintertür" gegen den Verlierer aus der zweiten Kreispokal-Halbfinalpaarung zwischen den Landesligisten MSV Düsseldorf gegen VfL Benrath noch für die erste Niederrheinpokal-Runde qualifizieren.

Trotz einer über 90 Minuten ordentlichen Vorstellung kam der SC Unterbach beim Kreisliga A-Spitzenreiter Ratingen 04/19 II um die 0:2 (0:1)-Niederlage nicht herum. Weil die Konkurrenz im unteren Tabellendrittel (RW Lintorf, Tannenhof, SV Oberbilk 09) ebenfalls Federn ließ, verbleibt der SCU mit 30 Punkten auf Rang zwölf. "Ratingen hat zweifellos eine starke Mannschaft. Wir haben uns aber teuer verkauft, in Abwehr und Mittelfeld taktisch diszipliniert und mit großem Kampfgeist gegengehalten. Dass trotzdem Gegentore fallen ist gegen einen solch guten Gegner kaum zu verhindern. Allerdings haben wir in beiden Situationen nicht gut ausgesehen", bilanzierte Jörg Spanihel, der Fußball-Abteilungsleiter des SCU. Bei den Toren in der 36. und 71. Minute konnte Marcel Aust nichts machen. In drei, vier anderen brenzligen Szenen bewahrte der erfahrene Schlussmann seine Elf mit reaktionsschnellen Paraden vor einer höheren Niederlage.

Beim zweiten Gegentor standen nur noch zehn Unterbacher auf dem Feld, da sich zuvor (58.) Janis Pynappel eine rote Karte einhandelte. Der Mittelfeldspieler fehlt demnach am Sonntag (Anstoß 15 Uhr) beim Abstiegsduell in der Reinhart-von-Hymmen-Kampfbahn gegen Bezirksligaabsteiger TuRU 80 Düsseldorf II. "TuRU ist Vorletzter. Trotzdem wird das eine harte Nuss, weil die Mannschaft möglicherweise durch Spieler aus dem Kader der Ersten verstärkt wird, die ihr Oberligaspiel bereits am Samstag bestreitet. So oder so müssen wir dieses wichtige Spiel unbedingt gewinnen, um den Abstand zur Abstiegszone zu vergrößern", betont Jörg Spanihel. Wieder im Aufgebot sind die zuletzt fehlenden Torsten "Toto" Meyer und Florian Schmier.