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Spielspaß im Neandertal

Spielspaß im Neandertal
Sebastian Sahm mit Sohn Henry und Tochter Charlotte. FOTO: RG
Kreis. Wenn es nach Henry und Charlotte ginge, dann müsste der neue Spielplatz im Neandertal schon fertig sein. Bis es soweit ist, wird in Kinderaugen aber noch viel Zeit vergehen.

(RG) Wer aktuell vom Museum über die Straße Richtung Parkplatz geht, fühlt sich an den 'Kahlschlag‘ von 2014 erinnert. Insgesamt müssen im Rahmen des Masterplans Neandertal 80 Bäume gefällt werden, weil Blickachsen geschaffen werden sollen. Ein Teil dieser Bäume hätte allerdings wegen Krankheitsbefall auch ohne den Masterplan weichen müssen. Dort, wo Düssel und Mettmanner Bach zusammenfließen, soll eine naturnahe Gestaltung einfließen und ein größerer Abschnitt der Düssel soll renaturiert werden. Bis Ende 2019 soll dann auch der komplett neu gestaltete Spielplatzbereich zum Thema Steinzeit fertig werden, der um einen Bereich für ältere Kinder erweitert wird. Dr. Jens Pyper, der mit seiner Familie im Haus Neandertal 1 wohnt, freut sich schon darauf. Der Vater von drei Kindern hat sich intensiv mit dem Masterplan und vor allem mit dem geplanten Spielplatzbereich, der größer und deutlich interessanter als der bisherige gestaltet wird, befasst. "Man munkelt hier, die Steine auf dem bisherigen Spielplatz wären dafür gedacht gewesen, dass sich die Kinder bei Hochwasser in Sicherheit bringen können", sagt er schmunzelnd.

Seine Kinder, ein Teenager und zwei Kinder im Alter von acht und elf, werden den Spielplatz künftig wohl vor allem in dem Bereich für größere Kinder nutzen, der neu hinzukommen soll. Die Attraktion wird der acht Meter hohe Stoßlanzenturm mit Kletternetzen und Rutschen sein, gleich gefolgt von einer Bärenhöhle aus Findlingen und Holzbalken gebaut und einer Kletterschlucht, die die beiden Spielplätze für die unterschiedlichen Altersgruppen verbindet. Eine Hangelkonstruktion aus großen Wurfspeeren wird genauso für Abwechslung sorgen, wie ein Kletterfels und urzeitlich anmutenden Schaukeln. Ein Steinsitzkreis kann als Versammlungsort für größere Gruppen genutzt werden.

Für kleinere Kinder wird im westlichen Bereich des Spielplatzes auf einem kleinen Hügel ein Quellstein platziert, aus dem über eine Handpumpe Wasser in einen Wasserlauf aus Stein und Rinnen in Holzstämmen in einen 'Matschbereich‘ gepumpt werden kann, wo es dann langsam versickert. Ein großer glatt polierter Fels wird als Rutsche dienen. Robinenstämme und ganze Wurzeln werden zu einer Kletterstruktur angeordnet, die an Treibholz erinnern soll. Eine dreiarmige Brücke wird den nördlichen Museumsparkplatz mit dem Museum und dem Spielplatz verbinden. Die sogenannte 'Spielplatzbrücke‘ zwischen dem Spiel- und Parkplatz, auf dem auch eine WC-Anlage errichtet wird, erschließt dann auch den Zugang zur weiter südlich an den Spielplatz angrenzenden Steinzeitwerkstatt und zum Wildgehege.

Dazu, dass der Spielplatz künftig so spannend gestaltet wird, haben auch die etwas beigetragen, die ihn maßgeblich nutzen werden: Die Kinder. In zwei Beteiligungsverfahren konnten sie sich mit ihren Ideen und Anregungen einbringen, von denen einige in die Planungen eingeflossen sind. Für Familien wird das Neandertal neben Museum, Steinzeitwerkstatt und Wildgehege vor allem auch mit diesem neuen Erlebnisspielplatz zu einem der Top-Ausflugsorte in der Region werden. "Der Spielplatz wird spannend", ist sich auch Caterina Klusemann sicher. In ihrem Café Neandertal No. 1 ist sie schon jetzt auf Familien eingerichtet. Eine Leseecke mit Kinderbüchern vertreibt die Langeweile und auch bei den Veranstaltungen, die hier regelmäßig stattfinden, ist immer wieder etwas für Kinder im Programm. Henry und seine Schwester Charlotte, die an diesem Samstagnachmittag mit ihrem Vater Sebastian Sahm einen kleinen Ausflug ins Neandertal gemacht haben, wollen am liebsten jetzt schon in der Bärenhöhle und auf dem Matschspielplatz spielen.

"Papa, gehen wir jetzt zu diesem Spielplatz?", fragt Henry und sein Vater antwortet ihm "Der ist doch noch gar nicht fertig. Der muss erst noch gebaut werden." Sicher werden die drei Ende 2019 zu den ersten Besuchern des bis dahin hoffentlich fertiggestellten Spielplatzes gehören.

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