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Spielplatzpaten gesucht

Spielplatzpaten gesucht
Andrea Bleichert (SKFM) und Caroline Manns (Spielplatzpatin) sind sich sicher, dass ein Ehrenamt als Spielplatzpate mit wenig Aufwand und großen Nutzen verbunden ist. FOTO: tb
Erkrath. Caroline Manns ist Spielplatzpatin. Die junge Mutter einer vierjährigen Tochter hat es sich vor gut zwei Jahren zur Aufgabe gemacht, den Spielplatz an der Bachstraße im Auge zu behalten.

(tb) "Ich bin regelmäßig mit meiner Tochter auf dem Spielgelände, da fällt es mir nicht schwer, die Spielgeräte und die Umgebung regelmäßig zu kontrollieren", verrät die engagierte Erkratherin. Mit viel Aufwand ist ihr Ehrenamt jedoch nicht verbunden. "Für die Reparatur und die Säuberung bin ich natürlich nicht verantwortlich. Meine Hinweise gebe ich an die Stadt weiter. In der Regel wird sich zeitnah um meine Anliegen gekümmert." Den Gedanken, die Spielplatzpatenschaft zu übernehmen, hat Caroline Manns seitdem nicht bereut. "Im Gegenteil, ich habe das Gefühl, selbst Einfluss nehmen zu können. Als der Wunsch nach einer Kleinkindschaukel aufkam, wurde diese in wenigen Wochen installiert. Das hat mich sehr gefreut." Defekte Spielgeräte sind es jedoch nicht, die der jungen Mutter Kopfschmerzen bereiten.

"Vielmehr sind es Müll und Vandalismus. Besonders zerbrochene Flaschen und Glasscherben habe ich in der Vergangenheit öfters gefunden. Das habe ich sofort weitergeleitet."

Spielplatzpaten gibt es in Erkrath einige. Gleich 15 verschiedene Personen kümmern sich um elf Spielplätze in Erkrather Stadtgebiet. Dabei weisen die drei Stadtteile Hochdahl, Alt-Erkrath und Unterfeldhaus zusammen über 60 Spielplätze und Spielflächen auf. "Der Bedarf nach weiteren Spielplatzpaten ist groß", weiß Andrea Bleichert. Die SKFM- Mitarbeiterin hat den Gedanken der Spielplatzpatenschaften vor einigen Jahren vorangetrieben und sich Anregungen aus der Nachbarschaft Mettmann geholt. "Dort läuft das Projekt mit den Patenschaften bereits seit Jahren sehr erfolgreich. Ganze Kindergärten und Schulen wurden durch eine solche Patenschaft mit in die Pflicht genommen." Ein Wunsch, den Bleichert auch in Erkrath verfolgt. "Es wäre sehr schön, wenn sich beispielsweise vermehrt Tagespflegeeinrichtungen für ein solches Amt melden würden. Diese sind schließlich auf die offenen Spielplätze angewiesen. Natürlich können sich auch mehrere Personen zusammenschließen. Das wäre ideal."

Die Vernetzung zwischen den ehrenamtlichen Paten und der Stadt hat sich vor einigen Monaten vereinfacht. "Ich habe im vergangenen Jahr meine Anregungen noch an die Beschwerdestelle weitergeleitet. Das hat zwar gut funktioniert, ein direkter Ansprechpartner hat jedoch gefehlt", erinnert sich Caroline Manns. Als direkte Ansprechpartnerin fungiert seit Beginn dieses Jahres Julia Wallborn, die sich mit den Anregungen und Hinweisen der Paten auseinander setzt. Um das Netzwerk der Spielplatzpaten noch weiter auszuweiten, sollen Treffen auch in Zukunft initiiert werden. Die Anmeldung für eine Patenschaft ist denkbar einfach. Auf der Homepage der Stadt (www.erkrath.de) findet man unter dem Menüpunkt "Kultur und Freizeit" eine Auflistung sämtlicher Spielplätze sowie eine Vereinbarung als Download. "Diese einfach unterschrieben an die Stadt zurückleiten", erklärt Andrea Bleichert abschließend. "Es wäre wünschenswert, wenn sich noch zahlreiche Eltern und engagierte Bürger für ein solches Amt bereit erklären würden. Der Einsatz ist gering, der Netzen aber enorm."