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NO2 ist nicht nur ein Phänomen der Großstädte

Erkrath. Die Ergebnisse der von Bündnis 90/Die Grünen Anfang September in Auftrag gegebenen Stickstoffdioxid (NO2) liegen vor. Das Resultat: An der Bergischen Allee wurde ein Wert von 41,1 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft gemessen und damit der europaweite Grenzwert von 40 Mikrogramm überschritten.

(nic) Laut dem jährlichen Bericht von 2016 zur Luftqualität vom Bundesumweltamt, besteht zur Zeit in puncto Luftqualität in Erkrath kein Grund zur Sorge. Allerdings wird hier auch hauptsächlich in Ballungsräumen gemessen. Dazu zählt Erkrath nicht. Das in 2015 vom Rat der Stadt beschlossene Klimaschutzkonzept, das Radverkehrskonzept und Maßnahmen aus jüngster Vergangenheit wie die Anschaffung von Elektrofahrzeugen für die Verwaltung, sollen dafür sorgen, dass das auch für lange Zeit so bleibt. Für die Erkrather Grünen reicht das aber nicht. "Wir haben neben der Bergischen Allee auch an der Neanderstraße die Belastung mit NO2 gemessen", so Peter Knitsch.

"Der Grenzwert wurde hier zwar nicht gerissen, ist aber mit 30,3 Mikrogramm bedenklich hoch." Die Forderung der Umweltpartei: Weitere amtliche Messungen und Überprüfung von anderen Belastungsschwerpunkten. Ein entsprechender Antrag ist für den nächsten Ausschuss für Planung, Umwelt und Verkehr gestellt. "Zusätzlich muss der Bus- und Bahnverkehr gestärkt, der städtische Radverkehrsplan umgesetzt und der Öffentliche Nahverkehr auf Elektro- und Erdgasbusse umgestellt werden."