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Mehr über Erkrath erfahren

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(v.li.) Helmut Messerich (Stadt Erkrath, Abteilungsleiter Kultur und Sport), Helmut Schillians (Förderkreis Denkmal- und Kulturwege Erkrath), Lydia Winnik ( Stadt Erkrath, Abteilung Kultur und Sport), Peter zum Kolk (Förderkreis Denkmal- und Kulturwege Erkrath) und Ulrich Schwab-Bachmann (Erster Begeordneter der Stadt Erkrath). FOTO: RG
Erkrath. Die neanderland STEIG Wander-App bietet zu jeder Etappe der Entdeckerschleifen Kurzbeschreibungen. In Erkrath soll es künftig mehr als diese Kurzbeschreibung geben.

(RG) Wissen hat die Eigenschaft sich zu mehren, je öfter man es teilt. Das gilt auch für historisches Wissen. Wer die Wanderschuhe anzieht und sich auf den Weg macht, die Entdeckerschleifen im neanderland zu erkunden, erhält zu jeder Etappe eine Kurzbeschreibung. Das gilt auch für die historischen Orte auf den jeweiligen Routen. Wenn es nach dem Förderkreis Denkmal und Kulturwege Erkrath geht, soll jedes Denkmal oder Bodendenkmal neben der Kurzbeschreibung einen Link zur KuLaDig-Datenbank (Kultur. Landschaft. Digital.) des LVR erhalten, über den Wanderer eine ausführliche Beschreibung des Objekts erhalten. Die Verknüpfung ist über einen QR-Code angedacht.

"Erkrath hat eine Fülle von Denkmälern und Bodendenkmälern", erklärt der Vorsitzende des Vereins Helmut Schillians. Die Idee zu einer Datenbank, in der die Geschichte all dieser Denkmäler ausführlich beschrieben wird, ist älter als die Entdeckerschleifen. Eigentlich sollte eine solche Datenbank speziell für die Stadt Erkrath entstehen, um das Wissen um die Geschichte Erkraths, das zu einem großen Teil auch in Vereinen vorliegt zu bündeln und so für Besucher und Erkrather verfügbar zu machen. Dazu saßen Kulturamt und Vereine schon an einem Tisch. Als der Aufruf des Kreises zu den Rundwanderwegen kam und die drei Entdeckerschleifen erarbeitet wurden, ist der Förderkreis auf KuLaDig aufmerksam geworden. "Wir haben uns gefragt, warum wir etwas Getrenntes für Erkrath machen sollen, wenn es bereits ein NRW-weites Projekt gibt", erinnert sich Paul Söhnchen an die Überlegungen, die dazu führten, dass die Erkrather Denkmäler eine ausführliche Beschreibung in der Datenbank des LVR erhalten sollen. In Erkrath gibt es rund 60 Positionen, die erlebbar gemacht werden können. Zu 15 davon sind bereits Langtexte in KuLaDig hinterlegt.

"Wir sind sehr dankbar, dass der Förderkreis diese Aufgabe übernommen hat. Wenn wir das von der Verwaltung aus gemacht hätten, hätten wir dafür mehrere Stellen gebraucht", erklärt der erste Beigeordnete Ulrich Schwab-Bachmann. Die wären im knapp bemessenen Haushalt sicher nicht genehmigt worden. Schwab-Bachmann ist selbst vom Projekt begeistert und führt aus, dass die meisten mehr Wanderwege auf Mallorca kennen, als in ihrer Heimatstadt. Mit den Entdeckerschleifen hatte er selbst Erlebnisse, die ihn denken ließen "Mensch jetzt lebst Du schon über 20 Jahre hier und kanntest das nicht."

Damit die Idee alle Erkrather Denkmäler, Bodendenkmäler und interessanten Kulturpunkte ausführlich in KuLaDig zu beschreiben verwirklicht werden kann, braucht es allerdings noch Helfer. Viele Informationen lagern in privaten Archiven. Die Datenbank des LVR ist ein Gemeinschaftsprojekt, vielleicht vergleichbar mit Wikipedia, der größten Enzyklopädie des Internets.

Jeder, der Wissen aus einem bestimmten Bereich, hier zu Denkmälern und interessanten Kulturpunkten hat, kann dazu beitragen, dass der Inhalt wächst und erscheint auch auf der jeweiligen Objektseite als Autor. Gesucht sind also die "Hüter des Wissens", die "stillen Helden mit Geschichtswissen", die ihr Wissen mit der KuLaDig-Datenbank teilen, damit es sich für alle vermehrt. Wer etwas beitragen kann und möchte und sich mit den Anforderungen der Beitragserstellung für die Datenbank auf der Website www.kuladig.de schwer tut, kann sich an den Förderkreis Denkmal und Kulturwege oder an die Kulturabteilung der Stadt Erkrath wenden.

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